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oder Sonnenstein vor. Bei erstem erscheinen aufeine>n halbdurchsichtigen und etwas milchichten Grun-de, weißliche, oft mit kleinen bläulichen oder grün-lichen Schattirungen versehene Farben, währendder letztere gelbliches in's Rothe fallendes Farben-spiel wahrnehmen laßt. Auch unter den Benen-nungen Girasol, Fisch- oder Wolfs äuge, Cep-lanischer oder Wasseropal trifft man ihn.
Man findet den Adular auf Gängen und Dru-senräumen in Granit und Gneis: St. Gotthard,Tyrol (Ziller- und Pusterthal), Dauphinee (Oisooz)n. s. w., und als Geschiebe: Ceplan, Grönland,vereinigte Staaten.
Der Adular wird, wenn er schöne Farbe undeiniges Farbenspiel besitzt, besonders zu Ring- undHalsnadelsteinen, auch zu andern kleinen Bijoute-riewaaren verarbeitet. Man schneidet zu diesemEnde die Stellen aus den größeren Stücken, wel-che eben jenen Perlmutterschein wahrnehmen lassen,und schleift sie en callodwn auf einer Bleischeibemit Smirgel. Die Politur wird mit Trippel ge-geben. Beim Fassen seht man den Adular gewöhn-lich in einen schwarzen Kasten, weil er hier am be-sten das Farbenspiel zeigt.
Der Adular siebt in einem ziemlich hohen Werth;