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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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20 A d o k r a s.

17. Iclocruse. Iclocrasis. R. VViluit.

Der Name ist aus dem Griechischen entlehnt,und bezieht sich auf dessen äußere Form. Vesu-vian wurde» manche Abänderungen früher ge-nannt, weil man ihn am Vesuv zuerst gefunden.

Man trifft ihn häufig krystallisirt, besondersin den Formen Taf. VI Fig. 19 und 20, auch inderben oder stängelig abgesonderten Massen; dieKrystalle der Länge nach gestreift, einzeln einge-wachsen oder drüsig gruppirt. Durchsichtig bisundurchsichtig. Starke doppelte Strahlenbrechung.Mittel zwischen Glas- und Fettglanz. Leber- undrökhlichbraun in's Schwarze, olivengrün, orange-getb, selbst zuweilen blau.

Er rißt das weiße Glas, auch Feldspath, wirddurch Topas geriht. Strichpulver weiß. Specifi-sches Gewicht 3,08 3,4. Vor dem Loth-rohre leicht zu bräunlichem, zuweilen blasigem Glaseschmelzend. Bestandtheile: Kalk-, Thon- und Kie-selerde, mit Eisen- und etwas Manganopyd.

Im Handel wird er zuweilen unter den Na-men Vesuvische Gemme (Oemme <lu Vesuvs), Ei rv-svlith, Hyazinth verkauft, besonders in Italien.