weder, mit einem Küraß von Leder versehen, bisan den Hals in das Wasser gehen, und den Bern-stein herausschöpfen, oder mit Böten das Meerbefahren, und die Bernsteinstücke, welche sie bisauf drei Faden Tiefe auf dem Grunde liegen se-hen, heraus zu bringen suchen. Stellen der Art,wo die Fischer denselben erbalten, nennen sie Kes-sel. Das Auflesen des Bernsteins am Strandegeschieht ebenfalls meistens nach einem heftigenSturm, wo derselbe oft in großer Quantität vonder See ausgeworfen wird. Auch durch Scharrenund oberflächliches Durchwühlen des Sandes amUfer gewinnt man vielen Bernstein. Höchst merk-würdig ist, daß, nachdem schon seit mehreren Tau-send Jahren ein unendliche Menge des Bernsteinsaus dem Meere gewonnen wurde, man keine merk-liche Abnahme desselben spürt. Die Nachgrabun-gen werden zuweilen sehr stark betrieben, indemman oft bis gegen 20 Faden in die Erde geht, undeinen ordentlichen Schacht, wie bei gewöhnlichemBergwerksbetriebe, abteuft. Die Bernsteingräberrichten sich in der Anlage solcher Gruben und indem Verfolge der Baue nach dem eigenthümlichenAussehen der Erde, in welcher der Bernstein vor-zukommen pflegt, und die sie Bernsteinader nennen.
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Buch
Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
Seite
304
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