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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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horizontal umlaufenden Schleifsteinen von Sand-stein, welche auf ihrer Peripherie uneben und aufden Seiten glatt find, so daß man die Stücke aufdemselben Stein schleifen und poliren kann. DieStücke, welche gedreht wurden, erhalten, wenn sieFacetten haben müssen, dieselben ebenfalls auf ei-nem Schleifstein von Sandstein. Während der Ar-beit muß die Pechkohle von Zeit zu Zeit in Was-ser getaucht werden, damit sie sich nicht zu starkerhitze, und dann springe. Die Politur gibt maninit Trippel oder Eisen-Safran und Del auf Lein-wand, Flanell oder Büffelleder, und dann mitSteinmehl. Den letzten Glanz bekommen die Ge-genstände mit demselben Pulver, aber trocken undmit dem Ballen der Hand.

Die Verarbeitung der Pechkohle ist vorzüglichin den vorher angeführten Orte» des Departementsäs l'^ulw in Frankreich ausgedehnt. Früher (1786)beschäftigten sich mehr als 1200 Arbeiter damit.

Die Fabrikate aus Pechkohle sind nicht sehrtheuer, auch ist ihr Gebrauch in neuerer Zeit nichtmehr so häufig, wie früher.