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Publii Virgilii Maronis Georgicon libri quatuor : = Des Publius Virgilius Maro Landbau vier Gesänge / übersezt und erklärt von Iohann Heinrich Voss
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LAND BAU I.

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Hüll nachstreisentle Flammen in langem Zuge durchschimmern ;

O t, wie nichtige Spreu mit gefallenem Laube sich kreiselt,

(hier schwimmende Federn den Tanz auf dem Wasser beginnen.

Aber wann Leuchtungen zuckten vorn Lorcas, oder wann krachendEurus und Zefyrus Burg herdunnerte; schwimmen die AeckerRings, die Graben gefüllt, lind jeglicher Schilfen im MeereReifst die triefenden Segel herab. Doch ohne zu warnen,Schadete nie der Regen, Entweder ilohn, wenn er aufstieg,

Tief in die Thal aus dem Aether die Kraniche; oder die MilchkuhSchnappte, gen Himmel gewandt, die Luft mit offenen Nüstern;('der die zwitschernde Schwalb umflog hinstreifend die Teiche;0.1er es röchelten Fröfcli im Morast: ihr ewiges Klaglied.

Oft auch entfrug die Eier den innersten Zellen die Ameis,Wandelnd auf schmalem Steig; es trank der farbige Bogen,Weitgespannt; und in mächtigem Trupp die Weide verlassend,Rauschte das Volk der Raben daher mit wimmelnden Flügeln.

Auch

mcide i in den tiefsten Thälern, (woman Gebüsche lieh deakt, Ges. IV. 473.4) den fern am Horizont aufsteigendenRegen. Vallibus ist der Ablativ, der«ben so mit vitare verbunden wird:Lucr. V. 967. Hör. I. Od. IV, 16.Wer /urgentem vallibus imis verbindet,bedenkt nicht » dass der Regen nichteben vorzüglich aus Thälern, sondern,zumal dem Italiener , aus dem Meermit dem Südwind aufsteigt. Und wo-zu eine solche Bestimmung? Aber dassdie Kraniche vordem Regen nur fliehn;dieses wäre zu wenig gesagt: wir wol-len wissen, ob über die Wolken hin-weg, oder in die Gebüsche herab, oderin die abgewandte Gegend. Im Fol-genden bat Virgil einige Verse desVarro zu verschönern gewürdigt. Pli-nius sagt: Wenn die Rinder den Him-mel anriechen , und sich gegen das Haarlecken. Die Frösche bejammern diefabelhafte Verwandlung ihrer Stamm-vater , der lycischen Bauern, welchedie irrende Latona nicht trinken liessen.In cecinere querelam , wenn c als * ge-

lesen wird , hört man etwas von ihremWrekekex; nur nicht so bis zum Komi-schen übertrieben, wie in dem ovidi-feilen Verse: Quamvis Jint sub aqua,sub aqua maledicere tentant. Der schma-le Steig der Ameisen ist nicht , wieHerr Heyne wähnt > die kleine Oefnungdes Haufens; sondern der ausgetretenePfad im Grase, der in der Aeneis cal-lis angustus genannt wird. Schon Ari-stoteles bemerkt , dass alle auf EinemPfade wandeln , und Plinius sah sogarSteine ausgetreten. Die Alten glaub-ten , der Regenbogen ziehe Wasserdiin-ste aus dem Meer und den Landgewäs-sern zu den Wolken hinauf Siehe doch,heisst es beim Piautus vo» einem ze-chenden gekrümmten Mütterchen: sie-he doch , wie der Wetterbogen datrinkt! gewiss giebt es heute noch Re-gen! Aratus und Piiuius verlangen zumZeichen, dass er doppelt fei. Die Ra-ben sollen, nach Aratus , in Schaarenfliegen , und wie Habichte schrei» ;manchmal auch das Regengetröpfel mitder Stimme nachahmen , oder mit zwei-mal