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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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6. Kap.)

Einkünfte des Bundes.

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weitem, an welchen zwar die Städte in verschiednem Maße Theil nahmen,deren Förderung aber nichts destoweniger allen am Herzen liegen mußte.Dann galt eS, die freie Fahrt zu Wasser und zu Lande zu erhalten, ob-schon zur Erhaltung des Landfriedens gemeinsam nichts geschah undauch wohl nicht geschehen konnte, wogegen es von Interesse war, diebei Differenzen mit Rußland, England, Schottland und den Nieder-landen auftauchenden Kapereien dieser Länder zu unterdrücken. Dannsollten Streitigkeiten zwischen den Städten und den Landesgroßen durchden Bund vertragen werden, so wie Zwiste der Städte unter sich, odermit dem Bunde, durch erwählte Schiedsrichter, als welche in der Re-gel die mächtigern Seestädte figurirten. Ein anderer Zweck endlich war:Aufrechthaltung der Ruhe und Ordnung, so wie der aristokratischen Ver-fassung in den Städten selbst.

Die Mittel, diese Zwecke zu verwirklichen, waren theils die Ver-bindungen mit den Fürsten und Großen, theils und hauptsächlich klugangewandte Geldspenden; mit Geld wurden von den immer gierigenund armen Fürsten Freiheiten erkauft; unter erniedrigenden Bedingungengegen Pfand und Einlager Darlehen gegeben. In kriegerischen Zeitenhalfen, neben der Kriegs-Abenteuer - und Beutelust der jungen Bürger-mannschaft, das Soldnehmen des armen Landadels, die an Fürstenund Herren gespendeten Substdien. Dann als Bundeseinnahme dasPfundgeld, welches früher wohl schon in kleinern Kreisen, zur Er-Haltung der ausländischen Handelsniederlagen, erhoben sein mochte,obgleich diese Abgabe oft schwer herbeizutreiben war und gewöhnlich beider spätern Ausgleichung und Repartition Streit erhoben ward, beidem der Mangel einer einheitlichen Bundesorganisation schneidend genughervortrat. Gegen Fremde und ihre Uebergriffe half mitunter die Ver-legung der bei ihnen befindlichen hansischen Factoreien an andere Orte,umfangreiche und kleinere Handelsverkehr-Verbote und Handelssper-ren, welche den der Lebensmittel bedürftigen Reichen namentlich sehrfühlbar werden konnten und zu denen gegen fernere Länder wohl auchKaperei hinzugefügt ward. Die Entbehrung der gewohnten Zufuhrenund Absatzwege führte in der Regel, wie es z. B. mit Flandern undRußland oft geschah, nach einigen Jahren beide Theile zu friedlicher Aus-