2. Kap.)
Spiele.
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Schütting in die obere Oeffnung hinaufgezogen, die stinkenden Materia-lien unten angesteckt und dem Gepeinigten mehrere Fragen vorgelegt, dieer beantworten mußte, damit er vom Qualm wohl durchdrungen werde.Im Swendshof ward bei dieser Probe einst ein Lehrling erstickt. Nachausgestandener Prüfung ward der Elende herabgelassen, vor den Hofgeführt und daselbst aus sechs Tonnen Wasser begrüßt." — „DasWasserspiel ward um Pfingsten gehalten. Die Lehrlinge wurden zuvorfrei bewirthet, dann zu Schiffe gebracht, nackt ausgekleidet, sofort dreiMal in's Wasser getaucht und wenn fie heraufkamen, mit Ruthen ge-peitscht. Man erzählt, daß einst eine Frauensperson sich unter die Auf-zunehmenden als Lehrling eingeschlichen habe und da kein Weib unterihnen geduldet wurde, das Spiel erfunden worden sei, um über dasGeschlecht des Lehrlings die gewisseste Auskunft zu erhalten. Einstward einem zu Prüfenden beim Heraufziehen in das Boot an einemhervorstehenden Nagel der Bauch aufgerissen."—„Das dritte Spiel,welches einige Tage nachher folgte, ward mit vielem Gepränge vollbrachtund setzte ganz Bergen in Bewegung. Alle Lehrlinge mußten mehrereMale sich dieser Probe unterwerfen. 'Sie mußten sämmtlich Tageszuvor, wenn das Fest gefeiert werden sollte, sich versammeln; sie wurdenin Boote gesetzt, mit welchen sie nach der nächsten Holzung ruderten unddort Maienzweige brachen; vor Abend durften sie nicht zurückkommen.Während der Zeit richteten die Wirthe und Gesellen das Paradies indem Schütting zu. Eine Ecke desselben ward mit Teppichen behängen,worauf die Schilder der Höfe gezeichnet waren; dieser Ort war es, demman jene seltsame Benennung gab. In dieser fürchterlichen Kammerlagen die gebundenen Ruthen neben einer Bank für die zu Geißelndenbestimmt. Acht bis zehn der stärksten von den Gesellen und Haus-wirthen wurden zum Peitschen gewählt. Die Maienzweige brachten dieLehrlinge in den offenen Raum des Schüttings. Vor jeder Wippe desHofes ward ein Tannenbaum aufgerichtet und die Nacht schlief manruhig, jedoch voll Erwartung der großen Begebenheiten, welche der fol-gende Tag mit sich führen würde." — „Am andern Morgen versammeltensich alle zum feierlichen Aufzuge, der vom Comtoir aus, Paarweise,