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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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184
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Verkehr mit England.

13. Abschnitt.

stattet, die londoner Salzabgabe aufgehoben; endlich werden alle frü-heren Privilegien bestätigt. Dieser, hier dem Hauptinhalte nach er-wähnte Vertrag bestand bis zu Elisabcth's Zeiten, und sicherte einst-weilen das llebergewicht der Hanse». Sie hatten ihre Hauptfactorerzu London in der Thcmsestraße I)ovo°'nr«t «vnoll, am rechten llfer, deshier mit schönen Quaien versehen war. Zu dieser alten Gildchalle erwar-ben sie unter Richard II. ein daran liegendes großes Gebäude, welchesdurch die WiiillKoose-^Ilexmit jenem Hauptgebäude zusammensing;später kam dazu der 8lee»>ouse oder Stoelzmrd, in der Nähe derTuch-sabriken, von dem das Ganze den Namen erhielt, und der vor demStempel (stn!) abzuleiten ist, mit dem die Tuche gezeichnet wurden.Die Gildehalle war mit Mauern und Thoren gegen den aufrülrcrischeuGeist des londoner Pöbels geschützt. Dort lebten die unverehelichtenFactoren unter strenger Zucht, als Meister und Gesellen, in Kamerad-schaften und bei gemeinsamem Mahle. Jeder dort wohnende Kaufmannhatte ein Haus (Zimmer) und eine Küche; auch wohnten dort Hand-werker, namentlich Goldschmiede. Wer eine Eingeborne herathete, ver-lor Hansa- und Bürgerrecht; keine Frau durste die Niederlassung betre-ten, kein Fa.tor Nachts den Hof verlassen. Die Verhanklungen wurdenmit großer Strenge geheim gehalten. Der Kaufmaunsrith bestand auseinem Alderman, zwei Beisitzern und neun Rathmännem, und kam je-den Mittwoch Morgen zur Berathung und StreitentMdung zusammen.Köln, Geldern und die jenseitigen Rheinstädte bilteten das erste, diewestphälischen, bergischen und diesseitigen Rheinchdte, nebst den säch-sischen und wendischen, das zweite, die preußisch«!, gothländischen undstoischen Städte das dritte Quartier. Alle wählen am Neujahrstagezwölf Männer, welche mit geheimer Stimmab/abe den Alderman unddie Beisitzer erkoren; die Gewählten, welche b< Strafe ihr Amt über-nehmen mußten, wurden beeidigt. Auch gab v vier Schoßmeister. Vier-zehn Tage später wurden in großer Versamvlung die Privilegien undStatuten verlesen. Das Eomtoir mußte auch reich sein, denn schonEduard I V. steh von ihm 1000 L, und es lesaß viel Silbergeschirr. Be-sondere Strafen an Geld waren verfügt, wenn Jemand den Gewähltennicht gehorchte, oder sie gar beleidigt^ Der Hauptzweck des ganzen