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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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190
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Bitalier.

s3. Abschnitt.

schiffe mit 300 M., Dortrccht, Amsterdam, Harderwhk, Stavern unddie Süderseestädte 2 Koggen mit 200 M., die Seeländer 4 Koggen mit400 M>, die Livländer 2 Koggen mit 200 M. Auf jede 100 Mannkamen 20 Armbrustschützen. Ein Pfundgcld sollte die Kosten decken.Allein die preußischen und theilweise die pommerschen Städte weigertensich der Rüstung, und den übrigen gelang nichts mehr, als die Siche-rung der Seefahrt für den vorliegenden Sommer. Doch näherte sich dieKönigin Margarethe den Städten wieder. Mit Rostock und Wismarwurde glücklich verhandelt. Die helsingborger Unterhandlung mit denDänen 1394 störte eine Schlägerei zwischen Deutschen und Dänenund es kam vor Allem darauf an, die See von den Mtaliern zu säubern,welche sich doch um keine politischen Verhandlungen kümmerten. DieTagfahrt zu Lübeck 1395 stieß sich an das Begehren der BefreiungAlbrecht's, das die Preußen aufstellten, und auf dem Tage zu Fal-sterbo ward endlich durch Vermittlung des Hochmeisters die desfall-sige Zusage der Königin erwirkt. Erfolge die definitive Versöhnung derParteien nicht, so sollte die Königin 60,000 Mark Silber oder Stock-holm erhalten, wenn Albrecht sich nicht wieder als Gefangener stellenwerde; die Städte verbürgten die Erfüllung dessen, und erhielten solange Stockholm als Pfand eingeräumt. Dadurch verlor die Existenzder Vitalier jeden rechtlichen Verwand, und ihre Vertilgung schien ge-boten, als der Feinde jedes friedlichen Wesens und Verkehres. Bedeu-tende Haufen derselben hatten sich von Rostock und Wismar aus aufGothland, dessen sie sich ganz bemächtigten, geworfen. Die Stralsuuderkriegten gegen sie nicht ohne Glück, und fingen viele Raubgesellen; dieLübecker säuberten die hohe See völlig mit 20 Schiffen. Allein in denschwedischen Schceren und an der livländische» und meklenburgischenKüste hielten sich zahlreiche Banden, so daß 1395 in Lübeck die Städteeine neue Seerüstung verabredeten, an welcher diesmal der Hochmeisterund die Städte Preußens sich eifrig betheiligten; auch die Königin vonDänemark sagte Beistand zu. Eine bedeutende Schaar Vitalier, welchedie Ostsee nicht für geheuer mehr erachten mochten, sammelte sich 1395zu Wiborg, segelte nach Bergen, plünderte und verbrannte die Stadtund kam mit ihrer Beute nach Rostock und Wismar. Allein hier ver-