8. Kap.j
Die Bundesverfassung.
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lichen Schöpfer im Gedanken gewesen, auszuklügeln, wie aus diesen undjenen Anzeichen die Zukunft sich gerade so und nicht anders mit Noth-wendigkeit entwickeln mußte, aber mehr, als alle anderen Geschichten, istdie der Hansa dazu geeignet, das Trügerische eines solchen construiren«den Pragmatismus nachzuweisen, von der Schweizer Einigung, demlombardischen Städtebunde zu schweigen. Denn die Schweizer bandim Anfange nichts aneinander, als der Allen gemeinsame Haß gegen dieHabsburgische Hausmacht; ihr Ziel kannten sie nicht. Noch wenigeraber constrnirten die Italiener aprioristisch ihr Bundesgebäude. DieHansen behielten als Zweck und Plan ihres Blindes, was ihnen Zufallund zwingende Umstände, der Nothstand, geboten: Abwehr etwanigenAngriffes, Erhaltung und Mehrung ihrer Handelsfreiheiten, mit großemVerlaß auf brief- und siegelmäßige Zusicherungen der Großen, war dereinzige Inhalt ihres Strebens; an weitergreifenden Plänen mußte sieschon die natürliche Eifersucht der Communen unter einander hindern.Jede nur auf den egoistischen Vortheil der Einzelglieder bedachte Ver-bindung ist unfähig zur Bildung großer weltgeschichtlicher Projecte!
Das Hauptübel der Hansa war das aller Bündnisse: Jederwollte nur seinen Ideen folgen, nur dann sich fügen, wenn die Auflageihm Vortheilhaft erschien, Jeder sein Herkommen, seinen Willen, seineheimische Unabhängigkeit bewahren, ohne sich zu fragen, was das Ganzeverlangte, ohne einen Blick darauf zu werfen, wie bessere Organisationenvor sich gingen. Es fehlte überhaupt damals in Europa an einer syste-matisch geordneten fertigen Staatsgewalt; Alles war ein Agregat ver-schiedenartiger Bestrebungen; das Lehnwesen und der Streit zwischengeistlicher und weltlicher Suprematie waren die Haupthindernisse derstaatlichen Organisation. Deutschland namentlich kam, gleich Italien,vor lauter Einzelfreiheiten nicht zu seiner Freiheit. Auch in der Hansaward der fehlende Gemeingeist durch nichts Anderes, als etwa durch diezusammendrückende Noth der Zeit, die Anstrengung und Aufopferungeinzelner Städte ersetzt. Fragen wir zuvörderst nach dem Zweck desBundes, so geben darüber die Confoderationsroteln die genügende Aus-kunft, nämlich wechselseitiger Beistand in friedeloser gewaltthätiger Zeit.Die älteste Bundesurkunde in dieser Periode ist die 1402 in Wismar