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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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237
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8. Kap.)

MLngel.

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nicht unmittelbaren Vortheil ergebenden Projecten beizusteuern; keinGemeinfinn. Eifersucht, bis zum wildesten Streite, zwischen den west-lichen und östlichen Communen, weshalb die kriegführenden sich in derRegel zuletzt auf ihre eigene Macht reducirt sahen. Dabei fehlte es nichtI an Einigungen der Städte einzelner Kreise, oder selbst nahgelegner Städtezu gemeinsamen, für sie vorzugsweise ersprieslichen Zwecken, selbstwenn eine solche Einigung dem großen Bundeszwecke schädlich sein^ konnte; war doch in allen Bundesconföderationen die Ausrechthaltungder kleineren Bündnisse vorbehalten. Wir erwähnen in diesem Kapiteldas Urtheil des bewährten Geschichtschreibers, dem wir nichts hinzu-zusetzen wissen: „Ihr constitutioneller Mechanismus war und bliebdurchaus mangelhaft; es fehlte die Einheit, als die Basis eines jedenzur Erreichung eines Zweckes vereinigten Gemeinwesens; der Scheineiner politischen Gleichheit war doch wirklich nur ein Schein, der beieiner genaueren Anficht verschwand. Den vernünftigen gemeinen Willen! auszumitteln, dazu taugten und konnten ihre Hansa-Tage nicht taugen,

da die Deputirten durch die Instruktionen ihrer Nettesten gebunden,^ durch die Privatrücksichte» ihrer Städte zurückgehalten, nie zu Ent-schlüssen frei sich erheben durften, welche als nothwendig und zweckmäßigfür das Ganze erscheinen mußten." Sogar der freilich sehr kräftig wir-kende Bann des Bundes blieb fruchtlos, wenn des letzteren einzelneTheile widerstrebten. Es gehörte die ganze Trostlosigkeit jener anarchischenAusgänge des abgelebten Feudalwesens dazu, daß ein so unvollkommnerBund irgend etwas von Bedeutung zu leisten vermochte. Und doch hater Großes gethan: er brachte größere Rechtssicherheit in die Gemeinwesenund ihren Verkehr, hob das Bewußtsein der eignen Bürgerkraft, schütztedie bürgerliche Ordnung gegen die habsüchtigen Angriffe von Außen,§ wie gegen die nicht zeitgemäßen Gelüste im Innern, begründete und erwei-terte den Handel, die Schiffahrt der Deutschen, sicherte die Ruhe derMeeres- und Landstraßen und hob den deutschen Namen als Gegenstandder Furcht und der Achtung, mehr als damals und leider jetzt noch eindeutscher Fürst vermocht hätte. „Nur mitWehmuth," sagt unser Führer,„werden spätere Geschlechter, wahrend eine neue Welt entstanden sein unddie Vergangenheit als eine Sage verschwundener Zeiten parteilos von

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