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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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Politische Uebersicht.

s4. Abschnitt.

rich III. mit stumpfer Gleichgiltigkeit zugesehen, wie die Türken sichKonstantinopels bemächtigten, wie die Ungarn in Mathias Corviuus,die Böhmen in Georg Podiebrad sich einheimische Könige wählten, wieKarl der Kühne sein Reich erweiterte, wie Mailand und die Lombardeiin Sforza's Hände fielen, wie nach der Verheerung Oesterreichs durchdie Türken und seinem Aufstande des Kaisers Bruder das Erbland fürsich nahm, während im Reiche selbst das kaiserliche Ansehen in gänz-liche Misachtrmg gerietst, indem die Territorialfürsten, zur Unabhängig-keit strebend, ihre Gerichtsbarkeit erweiterten, die Reichseinkünfte an sichzogen und sich untereinander befehdeten. Der schwäbische Städtebundlag in wilder Fehde mit Albrecht Achilles von Brandenburg, dem fastder ganze Adel Süddeutschlands zur Seite stand, ein Kamps, in wel-chem 226 Ortschaften zu Grunde gingen; in Sachsen und Thüringenwüthete ein fünfjähriger Bruderkrieg; die Rhein- und Neckar-Gegendenwurden durch die Psälzersehde verwüstet; Schlesien litt unter GeorgPodiebrad, die Donaugegend unter der bäurischen Fehde. Bis zumUnerträglichen steigerte sich die wilde Unordnung, und die BemühungenEinsichtiger, der Reichsgewalt Stärke zu verleihen, scheiterten an dem Wi-derstand der Landessürsten, 1495 stiftete der Wormser Reichstag end-lich den ewigen Landftieden. das Reich ward in zehn Kreise getheiltund die Macht der Fürsten durch das Rcichskammergericht, welches demKaiser die höchste Justiz nahm, noch mehr erhöht. AufMaximilian folgtesein Enkel, Karl, in dessen Reich die Sonne nie unterging, von dem die Für-sten besorgten, er werde das Regiment kräftiger handhaben und dem siedaher bei der Wahl eine seine Macht beschränkende Kapitulation auferleg-ten. Karl hatte aber an der Religionsspaltung und den sich regendenständischen Ansprüchen und Freiheiten die stärksten Gegner seines Lieb-lingsprojectes, der Schaffung einer absoluten Universalmouarchie niitreligiöser Gleichförmigkeit, gefunden. Neben seinem steten Kampfe mitFranz I. in Italien, bewegte sich im Herzen Deutschlands der größtegeistige Kamps der Neuzeit, die Reformation, welche im Norden ent-schieden das Uebergewicht behauptete. Für sie nahmen die Städte gernPartei, weil die Geistlichen mit ihrem befreieteu Gerichtsstände dieCommunen wie die Zunftrechte vielfach beeinträchtigten, das Asylrecht,