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Historische Uebersicht.
s4. Abschnitt.
Südprovinzen verzichtete; das Jahr 1577 begründete mit der AnlageKronenburg's den Sundzolltarif und die Sundherrschast. Christian I V.gerietst 1611 in einen Krieg mit Schwede», welcher 1613 zu Siöröddahin erledigt ward, daß Dänemark Kalmar und einige andere Erobe-rungen gegen 1 Millionen Thaler zurückgab. Dieser König schuf dieerste stehende Armee von 5000 Bauern, hob die Marine durch Errich-tung eines eignen Matrosencorps, stiftete die erste dänische Coloniein Tranquebar, errichtete 1618 eine grönländische und isländischeHandelsgesellschaft, und gründete Christiania. Der 1625 zu Gunstender Protestanten angefangne deutsche Krieg endete ohne weiter» Verlustim Frieden zu Lübeck (1629); doch wurden die Herzogthümer undJüt-land arg verwüstet. Der zu Gunsten des Kaisers 1643 — 45 mitSchweden geführte Krieg kostete Dänemark im Frieden zu BrömsebröGothland, Oeland, Oesel, Jemtland, Herjedalen, ferner Halland auf30 Jahre und Befreiung Schwedens vorn Sund - und Beltzoll. Frie-drich III. wurde vom Adel eine noch härtere Wahlcapitnlation auferlegt.Der 1657 aufSchweden gemachte Angriff kostete Dänemark im Friedenzu Roeskilde Halland, Schonen, Blekingen, Bahus, Bornholm undDrontheim. Aus der zweiten Bedrängniß des Reiches durch CorfitzUhleseld und die Schweden, welche durch Eroberung Dänemarks dieUnion herstellen wollten, rettete, nächst dem Heldenmuthe der Kopenhag-ner, die Hilfe der Niederländer, der Polen, Brandenburger, des Kaisersund der plötzliche Tod des Schwedenkönigs. Im Frieden zu Kopen-hagen ward Drontheim und Bornholm wieder erworben (1660). Das-selbe Jahr stürzte durch den dritten Stand die Adelsherrschaft; derKönig ward unumschränkt, zur Steuerauflage, zu Gesetzeserlaffen be-fugt (l665). Unter Christian V. (1670 — 99) ward St. Thomaserworben, in den Gottorper Händeln Oldenburg und Delmenhorst ge-wonnen, 1686 ein vergeblicher Angriff auf Hamburg gemacht, und dieSouverainetät des Herzogs von Holstein-Gottorp über Schleswig imAltonaer Vergleich anerkannt. Dänemark blieb am Ende dieser Periode,besonders nach der Schwächung Schwedens, die vorwaltende Macht inder Ostsee.