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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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273
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2. Kap.)

Wullenweber.

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Gelockt durch die siegverkündenden Proklamationen des Oldenbur-gs Grafen, suchte der römische König Ferdinand den Norden mit demHause Habsburg enger zu verbinden: Pfalzgraf Friedrich sollte Doro-thea, die älteste Tochter des gefangenen Christian II., und damit dienordischen Kronen erheirathcn. Er erhielt eine mäßige Mitgift und dieZustcherung des niederländischen Beistandes durch die dortige Regeutinund diese ward hierdurch bewogen, dem König Christian 111. die stipn«lirte Hilfe vorzuenthalten. Dieser schloß sich, besonders um eine Flottezu erhalten, enger an den Wasa und seinen Schwager Herzog Albrechtvon Preußen an; sein Feldoberster Belzig ging nach Schonen, um denSchweden gegen Römer von dem Wolde in Landskron, Mynter inMalmö und Lund zu helfen. Der in Lüsten, Wein und Studien schwel-gende Graf von Oldenburg, ließ, nachdem sein Schreiber mit allen Ge-heimpapieren zu Christian III. geflohen, den widerwilligen seeläudischenAdel nach Malmö in Verwahrsam bringen (11. März 1535), konnt«aber nicht verhindern, daß Ranzau in Fünen landete, die Gräflichenschlug und Asiens belagerte. Am 9. März hatte sich Marx Meier durchList des Schlosses Vardbierg bemächtigt, wohin der Adel viel Schätzegeflüchtet hatte und behauptete als echter Reinecke sein Malepartus inHalland, nebst der Stadt, ihren Schiffen und der Umgegend, 15 Mo-nate lang, wie ein souverainer Herr, gegen Belzig, welcher ihn be-drohte.

Im Sommer 1535 blieb in den wendischen Städten die Demo-kratie noch am Staatsruder. Stralsuud opferte sogar Kirchenglocken fürden Krieg, und forderte Greifswald« zur Hilfeleistung an Lübeck auf.Hier schaute Wulleuweber nach einem mächtigeren Vertheidiger der städ-tischen Rechte aus, und glaubte denselben in der Person des eitlenReichserbvorschueiders, Herzog Heinrich's VII. von Meklenburg, welcherschon früher für den gefangenen Dänenkönig Partei nahm, gefundenzu haben. Er sollte die Regentschaft für denselben führen und desKinderlosen Nachfolger werden. Darein willigte auch Stralsund, abernicht der wismarische Bürgermeister Lorbeer. Albrecht ging nach Ko-penhagen und Wullenweber's Gewandtheit verstand es, nicht zum Vor-theil der gemeinen Sache, den Oberbefehl zwischen ihm und dem Grafen

Die Hansa,