5. Kap.j
Londoner Comtoir.
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1610 noch 228Pfd. 18Schilling, 1611 dagegen 231 Pfd. 18 Schil-ling, die Ausgaben 96 Psd. 4 Schilling, die Einnahme des Hanfes der Han-sen in Lynn nur 3 Schilling; die Ausgaben betrugen^sür 1600, 149 Pfk.16 Schilling, und 1601, 259 Pfd. an die Lakenbereiter: der Kammervon London war man 1601 schon 180 Psd. schuldig und der SceretärDamsdorff klagte, er käme mit seinem Gehalt von 60 Pfd. nicht aus undmüsse sich mit englischem Sprachunterricht ernähren. Burmeister sagt überdie Niederlage: „Das bedeutendste Gebäude, welches die Hansa in Londonbesaß, war der Stahlhof oder das deutsche Haus. Es befand sich in unmittel-barer Nähe der Tuchfabriken und gewährte in dieser Hinsicht den hansi-schen Kaufleuten außerordentliche Vortheile. Namentlich kauften siehier die Tücher aus der ersten Hand, ohne Vermittlung der londonerKaufleute und konnten daher dieselben zu den billigsten Preisen liefern.Die Königin Elisabeth befahl deshalb, daß die Hansen nicht in derScheerleute Häuser, worüber sich die Londoner beschwert hatten, son-dern in Blakwell kaufen sollten. Jeder der im Stahlhose wohnendenKaufleute hatte ein Haus sZimmer) und eine Küche; auch wohntenHandwerker dort, namentlich Goldschmiede. Eine der bedeutendstenPersonen des hansischen Comtoirs, ja in letzter Zeit die Hauptperson,war der Sceretär desselben. Auf seine Wahl wandten alle Hansastädtedie größte Sorgfalt. Er hatte die Korrespondenz, sowohl mit demVororte der Hansaftädte als auch mit den englischen Behörden, zu süh-reu. Er mußte daher der englischen und deutschen Sprache mächtigund ein selbstständiger Charakter sein, auch eine tüchtige Kenntniß derhansischen Privilegien besitzen. Er erhielt wie der Aldcrmann festesGehalt und freie Kost." Als der mehrberührte Damsdorff 1603 ander Pest starb, wurde ein Student aus Schlesien, Martin Otto, einKenner der englischen und französischen Sprache, sein Nachfolger. Dochdie Geldverhältnisse verschlimmerten sich so sehr, daß die Angestelltendes Hofes nur mit Mübe die Hälfte ihres Gehaltes erlangen konnten. Ausdas Versprechen, den Deutschen in England eine Residenz zu verschaffen,gab ihnen Jacob I. den Stahlhof wieder, aber nicht die Privilegien(1606). Nun versuchte man vergebens, die Häuser in Boston undLpnn zu veräußern; das Silbergeschirr des Comtoirs, welches noch 1609