6. Kap.)
Frankreich.
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wertet und eine hansische Deputation beschlossen, für welche eine sehrspecielle Jnstruction entworfen wurde; auch wollte man aufAndrängendesfranzösischen Gesandten und auf die Klagen einiger Städte wiederum1568 einen Consul in Frankreich mittelst eines auf den französischenHandel zu legenden Zolles besolden; aber der Geldmangel zog die SacheJahre lang hin und als Sudermann mit dem Danziger Cleophas Mayvon Antwerpen endlich nach Frankreich gehen wollte, ließ ihnen KarlIX. das Betreten seines Reiches, der dort herrschenden Unruhen wegen,widerrathen. Auch die Hugeuottenverfolgungen schreckten die Städteab und ein 158 t denselben abseilen des Herzogs von Alenyon gemach-ter Antrag, einem Bündnisse Frankreichs und Englands beizutreten,ward ohne Weiteres abgelehnt. Elisabeth von England hatte kurz vor-her Repressalien ergriffen, weil Wismar die Engländer vertrieben undsogar ein englisches Schiff anhielt und vergebens bot der französischeGesandte seine Vermittlung an, mit dem Versprechen, den Hansen freieAusfuhr von Wein, Salz und Waid aus Frankreich zu erwirken. Da-mals war die traurige Zeit, als in Folge der Einnahme Portugalsdurch die Spanier letztere die Wischen Hamburgischen Kaufleutemit ungewöhnlichen Auflagen beschwert hatten. Heinrich IV., wel-chem bei der großen Aufmerksamkeit, die er den deutschen Zuständenwidmete, die Wichtigkeit eines guten Einvernehmens mit den Hansa-städten nicht entgehen konnte, bestätigte ihre Privilegien (1604) undbewies der großen hansischen Gesandtschaft, welche 1606 nach Spanienging, bei ihrer Durchreise eine freundliche Aufmerksamkeit, ohne daßvon einer Vermehrung ihrer Privilegien die Rede war. Diese, vondenen selbst bei den Hansen mehr Rede als genaue Kenntniß war undderen Originale von Stavern und Kämpen wegen gemachter Vorschüssezurückgehalten wurden, verhinderten wenigstens, daß ihnen die Zöllenicht willkürlich erhöht werden konnten und sicherten ihren Schiffen imAllgemeinen gegen die Bedrückungen der französischen Behörden Schutz,obgleich noch unter Ludwig XIII. wiederholt über dergleichen geklagt wurde.Die an den Secretär des französischen Königs gerichtete Bitte, die al-ten Freiheitsbriefe aus den Zeiten von Ludwig XI., welche längst ver-gessen waren, noch einmal bekannt zu machen, blieb unerfüllt. Uebri-