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Der Hansabund / von Gustav Gallois
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Die Contributionen.

(4. Abschnitt.

ein solches Benehmen wurden auch die wohlhabenderen Städte schwierig;besonders die im Innern belegenen wollten, beim Verfall des hansischenVerkehres, nichts zur Erhaltung der Factoreien und Beschaffung der Le-gationen mehr beitragen, da sie ihnen keinen Vortheil mehr brächten.Hannover z. B. wollte 1585 nur 15 Thaler aus 5 8 Jahre geben,Hildesheim statt 30 nur 20 Thaler und 1591 nur wenn die anderndas auch thäten, Hameln wollte sich nur zu jährlich 10 Thaler (1592),Hannover später nur zu 20 25 Thaler, Eimbeck zu gar nichts ver-stehen, und doch war die vierzigsache Contribution beliebt worden. Eswurde Sitte, sich auf die andern zu berufen, mit ihnen, trotz des ge-faßten Beschlusses, unter der Hand zu verhandeln, was und wie vielman geben wolle! So blieben im Anfang des 17. Jahrhunderts nurvierzehn Städte (die Annuisten) übrig, welche sich zur Vermehrungihres Beitrages verstanden, allein diese Eontribution ging eben so schlechtein, wie die der übrigen vierzehn Städte. Lübeck und Hamburg muß-ten noch das Beste thun, da sogar Köln nicht allein nichts zahlte, son-dern noch die einkassirten Quartiergelder für sich behielt. Eine Liquidationder Rechnungen kam nach langen Verhandlungen 1609 zu Stande,wenigstens aus dem Papiere; aber das Meiste mag unerledigt gebliebensein. Sudermann mußte bei den Communen um seinen verdienten Lohnbetteln, im 70. Lebensjahre, nachdem er seiner Kinder Gut im Dienstder Hansa zugesetzt und verkauft hatte, mit gerichtlicher Klage drohenund mit genauer Noth erhielten seine Erben 13,000 Thaler. DenHandelsagenten, Consulen und Canzelisten ging es nicht besser; die An-gestellten aus den Factoreien erhielten ihr Salair nicht, die dafür ange-wiesenen Jntraden liefen nicht ein, es gelang nicht einmal, die Factorei-gebäude zu veräußern. Manche griffen zu, wo sie konnten und betrogenweidlich. Alle von 1584 bis 1619 gemachte Finanzvorschläge, umder Noth abzuhelfen, eine allgemeine Kasse zu errichten, blieben bloßeProjecte. Die Rechnungsabschlüsse von 1628 68 beweisen dieganze Kläglichkeit der Verhältnisse: von den vierzehn Annuisten hattenKöln, Greisswalde, Rostock, Wismar und Stettin nichts bezahlt, undvon allen nur Lübeck vollständig, welches an die Hansa 58,000 Thalerzu fordern hatte. Diese Forderung wollten die Andern nicht anerkennen,