Monchoir. r r
angenehmen Gegend, an einem fischreichen See,dessen Umfang etwa eine halbe Meile betragt;das Dorf liegt auf der einen Seite des Sees,und das Schloß auf der andern; beyde vereini-get ein hundert und sechzig Schritte langer mitBäumen bepflanzter Damm, doch so, daß untereiner kleinen, mit Banken versehenen Brücke, bey-de Theile des Sees mit einander Gemeinschafthaben. Bey dem Schlosse sind gar keine Bauer-haufcr, noch Wirthschaftsgcbaude, sondern nureinige Nebengebäude, und alles wird lediglichvon Leuten, die zum Haufe gehören, bewohnet:indem verschiedene Domestiken verheyrathet sindund Kinder haben; so daß hier eine kleine Colo-nie von mehr als fünfzig Seelen entstanden ist,wo man das Hoflebcn mit den Sitten des gol-denen Zeitalters auf eine seltene Weift vereinigetfindet. Das Landhaus an sich selbst ist ein gros-ses neues Haus von zwey Stockwerken mit Man-sarden; es hat drcyzehn weit von einander ab-stehende Fenster in der Lange, fünfe in der Breite.Cs ist gut gebaut, ohne viel architektonische Zierra-then, und innwendig mit Geschmack und Bequem-lichkeit, ohne Pracht ausmeublirt. Eines der Zim-mer ist einer jährlich anwachsenden Büchersamm-lung gewiedmet. Der große und in einem ganzneuen und besondern, aber jedermann gefallendenGeschmack vor fünf Jahren angelegte GartenB Z ist