»48 Reise nach Danzig.
nig abwechselnder, allein ich hatte, um einigenGefallen daran zu finden, günstiger Wetter ha-ben müssen. Ich war im Regen von Wutzkowabgereist, und kam auch damit um i Uhr zuDanncmörft so durchgenetzt an, daß ich michglücklich schätzte, wenigstens in einem guten Post-hause bis auf den folgenden Tag bleiben, undmich trocknen zu können. Für Reifende, die keinenbedeckten Wagen nur sich führen, ist es bey demunbeständigen Wetter in den nördlichen GegendenDeutschlandes schlimm, weil sie nichts als elen-de Bauerwagen auf den Posthäusern antreffen.
Dannemörse ist ein großes, gut gelegenespolnisches Dorf, welches zu den neuen west-preußischen Besitzungen des Königes gehöret, undvier Edelleute zu Herren hat. Ich verließ das-selbe den 4ten früh und hatte bey vortrefflichemWetter einen der angenehmsten Morgen, die ich jezugebracht habe. Von Dännemörse bis Danzigstellen sich dem Auge ohne Unterlaß neue Gegen-stände dar: Landsern, Dörfer, Krüge, kleineWilder u.f.w. uud das Land ist sehr wellenför-mig, so daß man beständig, aber ohne Unge-mach hinauf und hinunterfährt, und die Gegen-stände unter vervielfältigten Gesichtspunkten be-trachten kann. Nicht allein läßt man rechterund linker Hand in einiger Entfernung angeneh-me Hügel, und Wäldchen; sondern man kömmtauch öfters durch schöne Büsche von Bächen,
Eichen,