r6o Kunstnachrichten.
trat des Großfürsten von Rußland gesehen, wel-ches Herr wcssc! mit vieler Aehnlichkeit in Pa-stelfarben gemalt hat, ob er gleich den Prinzennur einen Augenblick in dem Garten zu Olivabetrachtet hakte. Seine Bildnisse mit Oelfarbeuhaben mir in Ansehung der Malerei) nicht sowohlgefallen, als die mit Pastelfarben, und noch we-niger, als einige alte Köpfe von seiner Arbeit,die recht schön sind. Auch verschiedene überauswohl gerathene Kopien von ihm nach andernguten Gemälden, habe ich bey ihm und in eini-gen andern Häusern gesehen. Herr wessel fühlteeinen Trieb nach einer höhern Sphäre in derMalerey, nämlich zur Geschichte; die Umständehaben ihm aber nicht erlaubt, dieser Neigung zufolgen. Nachdem er bey Hofmann ausgelernthatte, arbeitete er in Preußen auf den schönenLandgüter!« der Grafen von Dohna und vonFink; dicft Herren empfohlen ihn nach Berlinan pefne, bey welchem er einige Jahre verblieb,und zwar immer mit der Hoffnung, womit ihnpefne schmeichelte, ihn nach Frankreich zu füh-ren, und vielleicht gar nach Italien zu schicken.Da dieses nun fehlschlug, kehrte er wieder nachseiner Vaterstadt zurück, wo er sich mehr mit Por-träten, als andern Arbeiten abgeben mußte.I. I. 'oNyv hat nach ihm in schwarzer Kunstgearbeitet, und in gleicher Art hat Denso. dessenBildnis; nach einem Gemalbe von G. C. Grooch
rüstn