Spahiergang auf den Wällen. 26-
beysammen ihre philosophische Ruheplatze znhaben, allein desto unangenehmer, nachdem siesich endlich unglücklicher Weise entzweyten, undin diesen ärgerlichen Streitigkeiten bis an Rleinszuerst erfolgtemTode verharreten.
Ueber die Beschaffenheit der Festungswerkehat man wenig von mir zu erwarten: lieber wollteich von ein Paar Stadtthoren eine gute Beschrei-bung geben, weil sie mir in Ansehung der Bau-art und der richtigen Verhältnisse ungemein wohlgefielen. Das eine ist das langassische Thor,so mit zwo Säulenordnungen, einer jonischcnund einer korinthischen, wie auch mit einer Ba-lustrade gezieret ist,- das andre ist das hoheThor, oder das äußere Stadtthor auf derselbenSeite, und ist noch majestätischer, nach bäurischerArt, jedoch verzierter, als gewöhnlich, errichtet.
Um doch ein Wort von den Vcrtheidigungs-anstalten zu sage», so muß ich erstlich bemerken,daß ein junger Mensch, der sich der Ingenieur-wissenschaft wiedmct, einen lehrreichen Lurlurin Betrachtung der danziger Festungswerke ma-chen kann, weil sie sehr verschieden, nach allerleysowohl alten, als neuen Systemen entworfen, undzu verschiedenen Zeiten aufgeführet worden; dabey werden sie mit der größten Sorgfalt unter-halten, sind schön mit Steinen bekleidet, fallengut in die Augen, und vermittelst einer fehens-werthen Schleußt kann man auf einer Seite die
Gegend