r-6 Schoppenhauerische Gemaldesamml.
jeder an den zwo langen Seiten des Gebäudesneun Räder, und demnach eben so viel Mühlentreibt; etwa einen Büchsenschuß weiter vereini-gen sich wieder die gedachten Arme.
Von diesem sehenswerthen Gebäude begabich mich zu Herrn Schopenhauer, welcher mirnun die Gemälde zeigte, die er in der Stadt inseinem schönen Hause hat. Sie sind sehr zahl-reich, und sowohl in den Dorsalen und an denWanden der Treppen, als in den Zimmern ver-theilet; viele hangen auch etwas im Finstern,daß man sie nicht wohl betrachten kann. DieNamen der Urheber sind schwer anzugeben, weilsie dem Besitzer selbst lischt bekannt sind; er rich-tet sich im Ankauf bloß nach einem gewiffen Ge-fühl, und ich muß gestehen, daß, was ihm ge-fallen hat, mehrentheils auch Kennern gefallenmag; es sind wenige, in denen nicht mehr oderweniger was Gutes zu entdecken wäre; manwird hier viele gut gerathene Kopien von italie-nischen Gemälden antreffen; und unter den Ori-ginalstücken einige schöne Porträte, und zwovortreffliche Landschaften. Verschiedene Ge-mälde von guten deutschen Meistern, und ausden ersten Zeiten, verdienen, wenn es auch nurder Geschichte der Kunst wegen wäre, bemerkt zuwerden; ich bereue, daß ich nicht, wenigstens woes angienge, die Zeichen, die vermuthlich auf den-selben stehen werden, angemerkt habe. Insonder-heit