Weichselmünde. 299
merkwürdig, zumal da sich unter denselben Rühnsganze mit der Petersburger Akademie der Wis-senschaften, besonders mit Entern geführte Kor-respondenz befindet; Ruhn hatte selbst in! St. Petersburg in Besoldung gestanden, undl daselbst viele Freunde, die nun seine Korrespon-! deuten wurden, hinterlassen *).
Ein Paar sehr gute Gemälde fielen mir in des! geheimen Raths Hause auf; das eine, ein gro-i ßes Stück, stellt, dünkte mich, die Marter desheil. Andreas vor, und scheint eine recht guteKopie nach dem Laravaggio zu seyn, wenn manes nicht für ein Original will gelten lassen. Dasandre, ein kleines Nachtstück, hat einen betendenEinsiedler zum Gegenstände; es ist so vollkom-! men in Sckalkens Manier, und so vortrefflich,daß ich es keinem andern Meister zuzuschrei.bcn weiß.
, Nach Tische gicngcn wir etwa eine halbe! Stunde zn Fnß bis an die Weichsel, an
den Ort, wo man sich nach der weicksselmüns' de einschiffen kann. Stündlich fahret dahin! ein
*) Ein sehr leserlich geschriebenes Manuscript des sel.Liihn über Euleos Innoci. in ^nsl. Int', in 4Quartbänden, das die in dürftigen Umständen sichbefindende Wittwe noch bestich,ist vor einigenJahre»in den Leitungen bekannt gemacht und den Buch-händlern angeboten worden; es hat sich aber, s»viel ich wein, bisher kein Verleger gefunden; ob-^ schon das Werk zuverläßig würde nach und nach
guten Abgang gehabt haben.