-7
Hohenfelde.
thal heißt. Auf der linken Seite, welche instiller Annehmlichkeit der andern nichts nach-giebt, war auf einer Höhe eine Eremitage ge-baut, bey welcher ein Bach eine ansehnlicheCascade machte, und sich durch das Thal inKrümmungen weiter schlich. Obgleich die Ere-mitage, weil sie verfallen war, abgetragenworden, und die Cascade eingegangen ist, sohat dieser Ort doch noch etwas so Bezaubern-des, daß es bey schwülem Wetter die größteUe-benvindung kostet, sich von demselben zu ent-fernen. Ucbrigens wird der Lustgarten, wennschon die Herrschaft seit oder mehr Jahrennicht hier gewesen ist, in ziemlich gutem Stan-de erhalten, und es ist Schade, daß derselbeaus einer von wenig Reisenden besuchten Strasseliegt; außer diesem Lustgarten stößt noch an ei-ne andere Seite des Hauses ein großer undschöner Obst- und Küchengarten.
Ich blieb zu Hohenfelde bis den folgenden( 2 August) Nachmittag. Herr von Rosen--zweig, ein verständiger und würdiger ehemali-ger Officier, jetzt Generalinspector der graff.kameckenschcn Güter in dieser Gegend, undHerr Runge, welcher dieselben in Pacht em-pfangen, hatten mich sehr wohl aufgenommen,und liessen mich z Meilen weiter bis nach Col-berg fahren.
Ich