Domkirche. ;r
Wand eines mittelmassgen Zimmers bedeckenwürde, war halb vermodert, und schon zu-sammengerollt, uni nach Berlin fortgeschaftzu werden. Es hatte einem Domherren ge-schienen, daß es, wo möglich, eine Ausbesserungverdiene; ich ließ es aus einander rollen, undfand, daß es wirklich ein Stück von nicht gc--wohnlichem Schlage war. Mir kam aber vor,man würde wegen der vielen Löcher besser thun,ein Paar einzelne gute Stücke daraus zu ma-chen, denn es stellt die Geschichte des LeidensChristi vor, und man könnte ziemlich schicklichverschiedene ganze nicht zu sehr beschädigte Su-jets aus demselben schneiden; einige Köpft sindinsonderheit von hohem Ausdruck.
Nach Tische machte ich einen langen Spazier-gang um die Stadt auf einem, zwischen zweenWassergraben, laufenden Damm, der mit Bäu-men vollkommen beschattet ist. Es sind Uebcr-bleibsel der alten Festungswerke, und ich wüßtenirgends einen reizendem poetischen Spatzier-steig angetroffen zu haben. Ueberhaupt sinddie Gegenden und Aussichten um kamin sowohlgegen das prächtige weite von Inseln begränzteHaf, als gegen die fruchtbare Landseite zu, ganzvortreflich, und man genießet sie um desto bes-ser, da die Stadt und die Gegend auf der Süd-und Osiftite hoch liegt. Es war ein wahresGlück für mich, daß dieser Lag recht schön