8r Die Hauptkirche.
lichten Fronton, scheint ein kleines Gemälde,von welchem ich wegen der Entfernung den Ge-genstand nicht errathen konnte, auch nichtschlecht zu seyn; und noch gewisser kann dasAbendmahl, unter dem Hauptgemalde^ einjgu-tes Stück gcnennt werden.
In dem Winkel des Chors zur Rechten desHauptaltars (für den Zuschauer) ist ein Lccsttomo von schönem Fleisch, im übrigen schlechtgemalt, aber wegen einer Junschrift an demsel-ben sonderbar; diese sagt, dieß Gemälde seynach eurem Originale von zehn Mal größerenVerhältnissen, welches Lemulus von Jerusa-lem nach Rom gebracht habe, verfertiget wor-den. Ich hatte gewünscht, zu erfahren, wases mit dieser Geschichte für einc Bcwandnis hat.
Noch ein Gemälde, welches mehr als allevorhergehende Aufmerksamkeit verdient, ist einEt. Peter, eine halbe Figur, zur Linken im Chors;voller Ausdruck und in aller Rücksicht ein vor-trefliches Stück, von welchem ich aber den Ur-heber nicht erfahren habe.
Diese St. Mariensiiftskirche hat übrigensschon zu vielen Schriften Anlaß gegeben, vonwelchen ich die neuesten denjenigen, welche vonihrer Geschichte und Verfassung, von den Pre-digern an derselben, u. s. w. Unterricht ver-langen , in einer Note anzuzeigen mich begnü-ge;