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Reise nach Riga.
lich war das Land so sandig als unfruchtbar.— Zu Ranapungcrn aus gleicher Ursache wie-derum 4 Pferde, wegen des Sandes, der in derThat ganz unglaublich tief war. Das schlimm-ste aber war noch dieses, daß uns so erbärmlr-che Schindmähren vorgespannt wurden; wirbrauchten nicht weniger als 5 ganze Stunden,um 7 Wersie, als die Hälfte dieser kleinen Sta-rion zurückzulegen, da wir denn zum Glücke aufeinen Baurenkrug kamen, wo wir einige Stun-den bis gegen Anbruch des Tages Halte machenund die Pferde ausruhen konnten.
Den 6ten September brachen wir um z Uhrauf, und mit gleicher Schneckenpost erreichtenwir endlich das Posthaus zu Ninnai am pei-pusfee. Hier wurden uns wiederum, aber zumeinem wahren Vergnügen, aus einem andernGrunde, 4 Pferde vorgespannt. Man zeigteuns sehr deutlich, daß man nach der Beschaffen-heit unsers Fuhrwerks rc. vermöge des kaiferl.Postreglements dazu befugt sey, und so hattemein lieber B- der von seinem Mammon so we-nig als möglich im Lande zurücklassen wollte,nichts mehr einzuwenden.
Die Mittagsmahlzeit hielten wir zu Torma,wo wir etliche Stunden auf Pferde warten muß-ten, weil der kaiftrl. Gehcimderath von vieting-hof, der uns unmittelbar vorangieng, jetzt nichtnur die besten, sondern gar alle weggenommen
hatte.