Band 
Sechster Band.
Seite
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Grodno.

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wo kein Bette, kein Tisch, kein Stuhl, ja nichtein Fenstergesims, auf welches man etwas hattelegen können, zu sehen war: — so waren alleZimmer.— auch »och kein Schloß an den Thü-ren, und überdies schlechte Aufsicht von denWirthslcuten (zwar deutschen Christen), weil ebensehr viel Gesinde!, um den Sonntag zu feyern,sich auf dem Tanzboden cingefunden hatte;kurz hier war gar kein Bleibens. Indessen warmir doch daran gelegen, nicht so geschwind die-sen merkwürdigen Ort wieder zu verlassen. —-Nach einer eiligen Toilette und Mahlzeit besuch-te ich den königlichen Secretar und Gtadtprafi-sidenten, Herrn Stolinnki, für den ich einenBrief von dem Postmeister zu Kauen hatte, undder mich sehr freundlich cmpfieng. Er gab sichalle Mühe, uns besser unterzubringen; dochwaren wir bey unsern schmutzigen Juden, wel-che nun unsere einzige Zuflucht zu seyn schienen,wiederum übel genug daran gewesen, wenn ich.nicht durch des Prasidentens Vermittelung mitdem hiesigen Professor, Hrn. Gliedert, bekanntworden wäre. Dieser höfliche französische Ge-lehrte bot uns so verbindlich und dringend einQuartier in seinem Hause an, daß es nicht aus-zuschlagcn war. Herr Gilibert ist ein Arzt vonLyon, Mitglied der dasigen Akademie der Wis-senschaften, Doktor der Universität zu Mont-pellier u. s. w. und durch verschiedene Schrif-C r ten,