Vorl. Anmerkungen über Warschau. 87
seyn, und ich muß gestehen, daß ich schon imOctober einen schrecklichen Beweis davon gese-hen habe, um so mehr ist die bald darauf imDecember ergangene Verordnung tröstlich undzu loben: „daß jeder Bauer, der künftig in dieStadt kommt beym Schlage einen Stein voneiner gewissen Größe abliefern soll, bey 6 Gr.Strafe, um nach und nach die Straßen znpflastern und die gepflasterte zu unterhalten."
Die Straßen find des Nachts nicht erleuch-tet: diese gute Anstalt wird aber wohl nichtvergebens gehofft werden; im übrigen sind ver-schiedene sehr lang und breit, jedoch keine gan;nach der Schnur gezogen, und in den bestenGegenden vornehmlich auf der Neustadt pran-gen sie mit einer Menge schöner und artiger stal-laste, die mich in Erstaunen gesetzt hat. Ich mußgestehen, daß wenn Berlin unendlich mehr schöngebaute Bürgerhäuser auszuweisen hat, alsWarschau, diese Stadt zum wenigsten hinge-gen eben so viel Gebäude, die man Pallastc heif-sen darf, zahlen kann, als das viel größereBerlin. Der Geschmack in der Bauart ist anden mehresten sehr gut: viele haben gegen dieStraße einen Vorhof zwischen zween Flügeln,wie z. B. die Pallaste der Grafen von Sackenund von Schulsnburg in der berlinischen Wil-helmstraße.
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Von