Reise von Posen nach Berlin. 295
Aufenthalt des großen Mannes, der diesemschon von Natur so schönen Distrikte den aus»fersten Grad von Cultur gegeben hat: sehr be-stürzt aber war ich den Herrn geheimen Finanz-rath von Brenkenhof nicht anzutreffen; ichhatte mich gefrmet über seine Güter zn kom-men und seine berühmten Anstalten, ausländi-sche Thiere u. s. w. mit eigenen Augen zu sehen.Sein Haus gefiel mir durch die daran bemerkteVermeidung überflüßigen Prachtes Ich setztemeine Reise sogleich weiter fort, und ob ichgleich schon um ; Uhr in Friedeberg ; Meilenvon Driesen ankam, blieb ich dort bis am fol-genden Morgen. Zum Unglück aber wußte ichnoch nicht, daß zwey merkwürdige Gemäldeunsers Bernhard Rhode in der Kirche allhicrsteh befinden. Sie sind mir erst seitdem durchdie auch von ihm nach denselben radirte Blat-ter bekannt worden. Auf dem einen siehet mandes braven Feldherrn von Alvensleben Urne mitdessen Bildnisse und der Unterschrift: krsekeÄoLguimm korri, pw, Lommiluonez Auf
dem andern siehet die Hoffnung am Grabe einesentschlafenen Christen (des Künstlers Vater) ei-nem emporfliegenden Schmetterlinge nach.
Den lyten Gct. Nach 7 Uhr reiscte ich wie-der ab, kam nach einer halben Meile bey einemT 4 stein-