Vorrede.
Redlichkeit meiner Dingleute, des unparcheytschenPublicums, und will nur zur Vertheidigung derFehler in der Sprache eine lange Abwesenheit voymeinem Vaterlande anführen, die mir jedoch, be-sonders an dem Wiener Hofe, wegen der außeror-dentlichen von zweyen Kaisern daselbst genossenenGnade großes Vergnügen verschafft hat.
Es ist mir die schmeichelhafteste Vorstellung,wenn ich in meinen Gedanken die vielen Freund-schaftsdienste wiederhole, welche ich von vielen ange-sehenen Personen während meiner Reise in Spa-nien erhielt, und mich an die Hülfe erinnere, diemir einige Freunde in England zur Ausführungmeines Vorhabens leisteten. Meinem gelehrtenFreund, Dr. Wichering, statte ich für seinen edelnBeystand, und verbindliche Uebersicht meiner Arbeit,den aufrichtigsten Dank ab. Hiernachst bin ich fürvieles mir Mitgetheilte einem Herrn besondere Ver-pflichtung schuldig, dessen langer Aufenthalt in Spa-nien ihm die beste Gelegenheit zu Nachrichten gab,dessen gütige Gesinnung, literarische Untersuchungenzu befördern, eben so groß war, und dessen freund-schaftlichem Beystande der erste Geschichtschreiberseiner Zeit eine so besondere Verbindlichkeit be-zeugt hat.
Der Leser wundere sich nicht, daß ich mich we-der auf Staatssachen, noch aüf die Schifffahrt,noch auf Kriegsoperationen eingelassen habe. Siegehörten nicht zu meinem Zweck ; denn ich wollte sowenig von Flotten oder Armeen, oder von den Be-mühungen streitender Fürsten, als von National-charakteren, reden. Allein die Untersuchungen derNatur, und die Bewunderung der Vorsehung inihrer Entdeckung, liefern dem philosophischen Rei-senden ein Weites Feld. Wenn ich bisweilen von