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Von Pampelona geht man allmählich vierStunden bis Zubiar bergan, und findet auf diesemWege beständig Buchsbauin, stachlichten Menst nebstder Flachsseide *). Auch siehet man eben die kalkarti-gen und Sandsteine, die zu Pampeioiia sind. Jen.seit Zu klar hört der Buchöbaum völlig auf; man findetBuchen und wilde Birnen. Fünf Meilen weit bisBourguerce sieht man Hügel, die ihrer Höhe unge.achtet, mit Farrenkraut bedeckt sind. Diese Hügel sindnur eine halbe Meile von dem Wasser, das Frankreichund Spanien trennet. Die Berge von Bom quettebringen eben die Pflanzen, als die niedrigen Wiesenund das Ufer der Flüsse hervor. Sie bestehen in einergroßen Tiefe, aus einem Erdreich, das vortrefflicheWeiden für Pferde und Kühe hat, aber die Lage ist sohoch und kalt, daß sie weder Weizen noch Gersten, nichteinmal Maiz hervorbringen. Unter den Pflanzen, dieich hier gesehen, waren Erdbeeren, Augentrost, Eibisch,Bilsenkraut, Eisenkraut, Holunder, Attich, Königs-kerze, Nachtschatten, Gelbwurz, Fingerhut, weißerBehen, St. Johanniskraut, wilde Malve, Stech-palmen, Heidenkraut mit Myrthenblättern, und Hei-delbeeren, die man im Gebirge Raspanna und inNavarra Arandilla nennet. Alle diese Pflanzen
B z wach-
*) Flachsseide (culcurs) ist eine besondere Schmarozerpflan-ze, indem sie «6 nicht eber wird, alü bis sie ihre Sub-stanz durch eine dünne Wurzel, wie ein Faden, aus derErde an sich gezogen hat, die denn gleich vertrocknet.Diese Pflanze lebt alsdenn auf Kosten derjenigen, an wel-che sie sich anhangt Ihre Gestakt gleicht einem Haar,und vermittelst gewisser sehr feiner Röhren, die sich in derRinde der Pflanzen eindringen, und der Fkachsstide zurWurzel dienen, fangt sie den Säst zu ihrer Nahrung her.aus. Hie schlingt sich um alle Pflanzen, besonders aberum den Wein-