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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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andre Farben weit leichter mit der Kermes verfertigenkonnte, so wurde der Murex wegen der Kosten ver-nachläßigt, und die Kermes dagegen eingeführt. Diese,welche eine stärkere und lebhaftere Farbe gab, wurdeallenthalben angenommen, und behauptete Jahrhun-derte ihren Ruf, bis zur Entdeckung von America.Dieses ist aus den vielen alten Tapeten, Damasten undsammeten Ueberzügen, die noch in den Stiftskirchenaufgehoben werden, und ihren ersten Glanz und Scheinbehalten haben, augenscheinlich *).

Unter Ludwig dem vierzehnten führten GelesUnd Jobann Gobelin im Jahr 1667 unter Col-derts Begünstigung das Geheimniß in Frankreich«in, Wolle mit dem schönen Scharlach zu färben, dernach ihrem Namen genannt ist, welches mit der Ker-mes, die lange in Flandern im Gebrauch gewesen, ge-schah , wo viele alte Tapezereyen, die über zweyhundertJahre alt sind, sich finden, die kaum etwas von derLebhaftigkeit ihrer Farbe verloren haben. Nachdemüber die Cochenille (die ihren Namen von coccinella,dem Verkleinerungswort von coccuin hat, dem Schar-lach, welcher erst holländischer, nachher pariser Schar-lach genannt wurde, den Glanz ertheilet; und nach demRunkel von Rüster, einem Deutschen, vermittelsteiner Auflösung des Zinns in Königswasser, erfundenworden) in den Färbereyen eingeführt wurde, so kamdie Kermeö in Abnahme, so wie es vorhin mit derPurpurschnecke gegangen war, darüber Colbert in sei-nem allgemeinen Unterricht für die Färber in Frank-reich

werden Don Antonio de Ulloa giebt auch eine besondereNachricht von diesem Fische, und von dem Gebrauch, derin America davon gemacht wird. S. Qemlemsno bisßsrine Ocivb. IVoremb

*) Dieß war die Farbe, welche man Karmesin nennet.