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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
Entstehung
Seite
36
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diese Vitrkolsaure, welche die schwache Meerfäure vee-treibt, um sich mit dem Grundtheil des gemeinen Sal-zes zu vereinigen. Daher kömmt es, daß man biswei-len kleine weiße Blumen auf der Oberfläche der Steineund Erden sieht, welche bald aus dem wahren Meer-salze, bald nur aus dem Grundtheil desselben herrühren.Dieses Grundtheil (lrsle) des MeersakzeS ist eigentlichdas nsrrum der Alten, das ist, das Salz der Sodavon Alicanre, welches zur Verfertigung der Krystall-zlasur zu St. Ildefonse gebraucht wird, und dessenEntdeckung man, nach dem plinius, phönizischenSeefahrern zu danken hat, welche zufällig einige Meer-pflanzen auf Sand verbrannten, der davon verglasete.

Hieraus erhellet, daß die Erde, aus welcher der Sal-peter in Spanien gesammlet wird, gewöhnlich drey ver-schiedene Säuren enthalte; und wer in der Auflösungder Salpeter in Spanien geübt ist, kann sich schmei-cheln, bald die Essenz aller mineralischen Wasser desReichs zu kennen, weil man schon die Gestalt deö vi.triolirten Weinsteins kennet, und weiß, daß es ein SalzIst, welches aus eben der Säure zusammengeseht wor-den, die die Salpetersäure, weil sie schwächer war, ver-trieben , und sich des alkalischen Grundtheils des Sal-peters bemächtigt hat. Wir werden bald sehen, daßnicht nur das Eisen sich mit dieser Vitriolischen Säurevereinigt, den Vitriol zu erzeugen, sondern daß auchseine Theilchen subtiler werden, und sich so zertheilenkönnen, daß sie in nichts die Durchsichtigkeit des Was-sers stören.

Alle Professoren der Chemie, mit denen ich mich inFrankreich und Deutschland unterredet hatte, gabenes für einen unumstößlichen Grundsah aus, daß dreymineralische Säuren in der Natur wären; daß die Vi-kri'olsaure die allgemeine sey, welche den Metallen eigenist, und aus welcher die andern beyden entspringen;