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ser darauf (und oft nehmen sie nicht einmal Asche), dieLauge, die davon abzieht, wird in einen Kessel gethanund gekocht. Das gemeine Salz, welches, wie vor-hin gesagt, wenn eö warm wird, niederschlagt und kry-stallisirt, fällt in einem Verhältniß von 40 Pfund gegeneinen Quintal *) Materie auf den Grund. Das über-bleibende Wasser wird in kleinen Gesäßen in den Schat-ten gesetzt, wo es sich krystallisirt und zu Salpeter wird.Die große Quantität des gemeinen Salzes, welcheszurückbleibt, macht mich glauben, daß die Meersalz-fäure mit ihren Grundtheilen in Salpeter verwandeltwerde. Die Erde, welche durch diese Behandlung ih-rer salpeterartigen Eigenschaft beraubt worden, wirdwiederum auf das Feld gebracht, und der Sonne, derLuft, dem Regen und dem Thau ausgesetzt, da sie dennin Jahresfrist durch die mächtige unsichtbare Wirkungder Natur mit neuem Salpeter geschwängert wird.Nicht ohne Erstaunen und Bewunderung kann man diewundersamen Werke des allmächtigen Schöpfers be-trachten, daß dieselbigen Länder seit undenklichen Zei-ten jährlich eine gleiche Quantität Salpeter hervorbrin-gen, so daß Spanien allein, ohne Hülfe eines fixenAlkali, der Asche oder der Pflanzen, die ganze Weltversorgen könnte, wenn auch durch die höchste Machtaller gekünstelte Salpeter in Frankreich und Deutsch-land vernichtet würde, im Fall nur die Staatswirth-schafk dem Fleiße die Hand böte, und dieses große Werkzar Vollkommenheit bringen Hülfe.
Ich fragte einst einen dieser Leute nach der Ursacheder beständigen Wiederhervorbringung des Salpeters;aber seine einzige Antwort war: „Ich habe zwey Felder;
„eines
-) Ein spanischer Quinta! hat vier Arobe« oder 95 Psi i»Hamburg.