trachteten, z, E. der Lombardey, wo kein Feld ist,das nicht mit Bäumen eingefaßt wäre, so würden fieihren Irrthum bald einsehen. Ein eben so eingewur,zeltes Vorurtheil ist es, daß die Bäume die Vogel,welche das Getreide fressen, vermehren; ein Vorurtheil,das noch thörichter und verächtlicher als jenes ist. Denndie Bäume bringen keine Vögel hervor, und die großeAnzahl derselben, welche man gegenwärtig auf einerUlme sich versammlen sieht, die gewöhnlich einzeln injedem Dorfe steht, ist nur darum so groß, weil keinGehölz vorhanden ist, worinn alle diese Vögel sich ver-theilen können; und da muß der arme Baum SchuldHaben, Und können denn die Vertheidiger dieses Irr-thums, bey aller ihrer Halsstarrigkeit, laugnen, daßrlcnzia und alle andre jander, wo der Ackerbau blü-het, voller Bäume sind, ohne daß es sich jemand ein,fallen lasse, zu glauben, daß die Vögel den Pflanzenund Getreide Schaden thun ? Der Saame einiger Bäu-me, und die Insekten, die sich auf diesen Bäumennähren § dienen gewöhnlich den Vögeln zur Nahrung;aber in Raftilien müssen sich diese kleine Thiere wohlyom Weizen und Gersten nähren, weil sie nichts an-ders finden. Die Feinde der Bäume gerathen also ausUnwissenheit in die Verlegenheit, die sie vermeidenwölken. Auch die Dürre in Rastilien kömmt größten-theils yon der Seltenheit der Bäume her. Denn ausMangel des Schattens^ den sie ertheilen würden, kanndie Erde ihre Feuchtigkeit nicht behalten, Die Son-umstrahlen durchdringen sie unmittelbar nach dem Re,gen, der Thau der Nacht dunstet aus, sobald der Taganbricht, die trocknen Winde, welche über die dürren,durch die heißen Sonnenstrahlen versengten Ebnen hin,fahren, und durch keinen Schatten gemäßigt werden,nehmen aste Feuchtigkeiten mit sich fort, und führen sieVeit weg- bis sie an den entlegenen Bergen einen Wi»
der;