nen abstaminen, oder abzustammen vorgeben, alsHäup-ter ihres Hauses verehrt. Einige Familien sind so alt,daß sie schon vor der Einführung des Christenthums indiesem Lande gewohnt haben, denn ihre Vorfahren ha--en die Kirchen gestiftet, besitzen das Patronakrechtderselben, und nahmen schon vor vierhundert Jahrenseit undenklicher Zeit den Zehenden ein. Andre, die, kein Patronakrecht haben, werden eben so alt geschäht.Es giebt sehr viele, die so weit heruntergekommen sind,daß sie ihre Ländereyen mit eigner Hand bauen müssen,dennoch gestehen sie je, en in Ansehung des Adels keinenVorzug zu. Sie sagen, eine Familie könne reicherund folglich angesehener seyn, aber sie wären alle gleich,wenn sie die Ehre hatten, von einem gemeinschaftlichenAnherrn entsprungen zu seyn. Sie führen ihre Na-uien von den Schlössern, und es sind solche älter, alsdie Zeiten der Ritterschaft, die Einführung der Wa-pen, oder der Archive und Registraturen, auf welchesalles nicht groß geachtet wurde, weil sie zum Beweisedes Adels nicht nöthig waren, indem sie schon der Be-sitz eines dieser Schlösser, oder der Beweis, von einemBesitzer in ununterbrochner Linie abzustammen, hin-länglich adelte. Es sind auch in der That aus diesenHäusern Männer entsprossen, die in den spanischenJahrbüchern sich einen Ruhm erworben, und durch dieedelsten Thaten ihren Namen noch unsterblicher ge-macht haben, als durch ihre alte Herkunft. Diese lies-sen sich in verschiedenen Gegenden Spaniens nieder,das Haupt der Familie aber blieb zu Hause, und lebtein seiner Einfalt von seinen Einkünften fort, beackertesein Feld, und flößte seinen Kindern Empfindungenein, die dem heroischen Zeitalter angemessen waren.Die Töchter werden hier insonderheit ganz anders, alsin den mehrest?» Ländern, erzogen, wo der Luxus dieSitten verdorben hat. Die Reichsten halten es sich für
keine