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aus einer weiten, langen Hose, einem rothen WammS,einem langen weiten Lleberrock, einer an den Seitenplatten, mit einer Spihe sich endigenden Mühe, diesie nur im Winter gebrauchen. Im Sommer tragensie bisweilen einen Hut. Ihre Schuhe sind, besondersim Winter, von »«gegerbtem Leder mit Riemen, wel,che in einem bergigten Lande, wo es viel regnet, unddas Erdreich schlüpfrig ist, sehr dienlich sind. Wennsie ausgehen, ohne auf dem Felde arbeiten zu wollen,so haben sie einen Stock von fünf bis sechs Fuß, der ih»neu nicht nur den Weg über die Bäche und Graben er.leichtert, sondern ihnen auch zur Vertheidigung bey ei»nem Angriff dient. Sie fassen ihn in solchem Fall inder Mitte, und Wechselsweise mit der einen oder an-dern Hand, und wissen ihn so geschickt zu führen, daßihnen der beste Fechter keine Furcht macht. Gewöhn,sich tragen sie im Winter einen Mantel, und rauchenbeständig, sowohl weit sie Geschmack daran finden, alsweil sie überzeugt sind, daß der Tobacksrauch sie vorden Folgen der Feuchtigkeit ihres Landes bewahret. Allediese Gewohnheiten, dazu noch kömmt, daß sie stark,behend und lebhaft sind, geben ihnen ein muthiges An»fthen, das man für Wildheit halten sollte, wenn sienicht so munter, umgänglich, gelassen und gesellig wä,ren, als sie sind, so lange man ihnen keinen Anlaßzum Zorn giebt, welches bey der geringsten Gelegen,heit geschehen kann. Die Weiber kleiden sich wie inRastilien. Die verheiraehrten wickeln ein Tuch vonLeinwand oder Nesseltuch um den Kopf, das sie aufdem Wirbel zusammenknoten, und die Enden hintenherabhangen lassen. Die Mädchen tragen die Haarsgeflochten. Sie sind stolz und muthig, und arbeitenim Felde wie die Männer. Die Sprache, welche ge»wühnlich in der Herrschaft Discaya, in der ProvinzGuypuscoa, und in dem größten Theil von Alava
gere»