Voll von dieser schmeichelhaften Vorstellung, ver-laßt der ehrgeizige Biscayer sein Vaterland, und gehtnach Madrid. Ueberzeugt, daß sein Blut rein, mitkeiner Vermischung von jüdischem oder muhamedani-schein Geschlecht befleckt ist, bauet «r seine Hoffnung,'»auf seinen ehrlichen Fleiß und Mäßigkeit, erfüllet seinePflichten mit Eifer und Unterwerfung. Oft trifft erVerwandte an, die im Ueberfluß leben, und steigtselbst zu den höchsten Bedienungen. Fast scheint eö,daß ein solcher den unsterblichen Cervantes beleidigthat, weil er in seinem berühmten Don (Quixorr ein«so beißende Satyrs einstießen läßt, wenn er erzählt: Essey ein Expresser mit wichtigen Briefschaften an DonSancho panza, Statthalter der Insel Bara^a-ria, angelangt, die ihm oder seinem Secretair zu «ig-nen Händen übergeben werden sollten. Gancho gabsie dem Mayor Domo zu lesen, und dieser Statthalterin der Einbildung ftagte: Wer ist hier mein Se,.re«tair? Ein Anwesender antwortete: Ich bin es, Herr!denn ich kann lesen und schreiben, und bin über das einBiscayer. Mit diesem Zusah, erwiederte Sancho,ftyd ihr zu einem Secretair, ja sogar zu einem Kaisertüchtig *).
In der Herrschaft Biscaya werden in Friedenszei-ten keine Soldaten auögehoben. Im Kriege ist ein je-der Einwohner ohne Unterschied Soldat; der Gebrauchder (Luinras, oder des fünften Mannes, der in denandern Theilen Spaniens eingeführt ist, gilt hiernicht. In den drey Provinzen von Biscaya sind öf-fentliche Zeughäuser, aus welchen den Leuten die Waf-fen geliefert werden. Sie werden von erfahrnen Offi-eieren geübt. Sie haben überdem auf ihre Kosten aufder Küste zwanzig Batterien angelegt, und das Regi-
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*1 von Huixory x-rr. r. lom. 4. (!. tvo.