sie sieht, bilden, oder ob es allmählich geschieht, dasist eine Sache, darüber ich nicht entscheiden will, dar«über auch die Entscheidung hier nicht an ihrer rechtenStelle stehen würde. Mich dünkt, daß das letztereden Krystallisationen in den Bergwerken angemesse-ner ist.
Ich habe gesagt, daß die Minen zu Clausthalund in den Gegenden umher viele Krystalle enthielten,und indem ich von ihrer Beschaffenheit Nachricht gege-ben, habe ich bewiesen, daß sie Quarz, Spakh, Horn«siein, Silber, Kupfer, Bley, Schwefel und Arsenikenthalten. Jetzt will ich sehen, ob ich wenigstens ei-nen unvollkommenen Begriff von der Erzeugung dieserMaterien geben kann.
Mich dünkt, die Gange der Metalle werden durchdas Wasser und die Feuchtigkeit fortgeführt, abgelegtund erzeugt, und die Krystalle durch die Ausflüsse oderunmerkliche Ausdünstungen. Das Wasser ist es, dassie fortsi'ihrt; die Feuchtigkeit ist es, die sie zurückhält;und die Ausdünstungen sind eö, die sie absetzen, oder miteiner Rinde überziehen.
Eine Zertheilung, welche die Theile dermaßen ver-dünnet, daß sie unfühlbar werden, ist der einzige Un-terschied, der zwischen dem Wasser eines Sees oder ei-nes Flusses, und der Ausdünstung dieses Wassers sichfindet. Dieser Dunst nimmt die Materien mit sich,die sich an die Gewölber hängen, welche von den Fel-sen über die mineralischen Quellen gebildet sind, und siemit festen oder mehlichten Inkrustationen bedecken, oderdieser Dunst legt sie vielmehr auf die Pflanzen oder aufdie Erde ab. Das Wasser ist dem Ansehen nach klar,aber es ist gewiß, daß es die Materien, die es ablegt,aufgelöset bey sich fuhrt. Ich will mich hier nichtweitlauftig auf die Menge der festen Körper einlassen.