Ein und zwanzigster Brief.
Beobachtungen über die Kupfermine von laPlatilla in der Herrschaft Mokina.
merkwürdige Hügel la platilla, welchen Na-men er seit undenklichen Zeiten geführt hat, istzwey Stunden nordwestlich von Molina , der Haupt-stadt in der Herrschaft gleiches Namens, an dem FlusseGallo, ein und dreyßig Meilen von Madrid. Das
gebir-
weise Kohlen, und vorhin geröstetes Eisen hineinzutra-gen. Die Kohlen werfen st« hauptsächlich an die Seite,von welcher der Wind hereinkömmt, das Erz aber ander andern. Nach vier Stunden sammlet sich auf demBoden eine Masse von Eisen, die gemeiniglich sechshun-dert Pfund am Gewicht hält. Dann stehen die Blase-bälge still, und wenn das Eisen fest geworden ist, sonehmen es die Arbeiter aus dem Ofen heraus, und brin-gen es, da es noch weich ist, unter einen großen Ham-mer, wo es geschmiedet wird. Das in diesen Oefen ge-schmolzene Eisen ist von der besten Qualität- Auch istdie Quantität nach dem Verhältniß des Erzes und dergebrauchten Feurung sehr beträchtlich In diesen Oefenwird kein Kalkstein oder andre Substanz gebraucht, dieSchmelzung des Erzes zu erleichtern. Wir würden inAnsehung deS Schmelzens des Eisenerzes viele Erläute-rung erhalten, wenn wir wüßten , auf welchem Um-stand die Vortrefflichkeit des in diesen Orten erhaltenenErzes eigentlich beruhe: ob auf der Beschaffenheit deSErzes, oder auf Unterlassung der Zuthat einer Materieden Fluß zu befördern, wodurch das Verhältniß derglasachtigen oder erdartigen milden mineralischen Thei-len vermischten Materie vermindert wird; oder auf demHämmern, wenn das Eisen noch weich und heiß ist, wieder Marquis von Loareevron glaubt, oder auf einer an-dern noch nicht beobachteten Ursache.