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In den Versuchen, welche in Deutschland mkdem spanischen Kobold gemacht worden, hat man ihnso rein von heterogenen Materien, so voll von blaufär-bender Erde gefunden, daß er drey - bis viermal mehrSand oder Quarz annahm, als der sächsische. Im <Jahr I?45 und 1746 wurde in Paris viel von sym,'vpathetischer Dinte geredet, und man sieng an > solchezumachen. Ich verfertigte sie, wie viele andre. Ich^bezahlte neun Livres *) für ein Pfund spanischen Ko-.bald, und machte mein« Dinte daraus. Sie'wurde
weit
geschrieben haben, daß das Blau, welches die Chinesenund Javonesen gegenwärtig ihrem Porjellan geben, nicht 'so schön als das ehemalige sey, weil ihre Koboldminenerschöpft wären, und sie sich daher einer geringern blauenFarbe bedienen müßten. Ich weiß nicht, woher diesesVorgeben entsteht Lieber möchte ich glauben, daß diesebetrügerischen Nationen, da sie die schwärmerische Liebeder Europäer zu ihrem Porjellan sehen, sie zu hinterge-hen suchen, und ihnen schlecht gemalte Waaren versau« >fen. Die wahre Ursache liegt ohne Zweifel an dem -Thon: dieser macht den Unterschied zwischen bemalte» -und neuen Porzellan, ohne daß man sagen kann, daß.Dder Raolin oder der Peton ye erschöpft sind, oder aus- ^arten, wie dieses mit dem Kobold geschehen seyn soll. — ''Aber Herr Bowies erwähnt der vornehmsten Ursachenicht, die von jenen Schriftstellern angeführt wird, näm-lich der ansehnlichen Partheyen Zaffer und Schmälte, diejetzt von Europa nach China gebracht werden. In Eng-land ist der Zaffer für so nützlich geachtet worden, daßdie Gesellschaft jur Beförderung der Künste, Manufa-facturen und Handlung im Jahr 1755 demjenigen eine'Belohnung von zo Pfund Sterling versprach, der denmeisten und besten Zaffer und Schmälte aus englischemKobold machen, und mit zulänglichen Attesten der Ge-sellschaft vorlegen würde, doch nicht unter 5 Pfund Zaf-fer und 15 Pfund Schmälte.
*) Ein Livre ist 9 Echill- hamb. Banco oder 7 Ggr. sächsi-sche Wahrung. U