verbreitet ist, und daß sie aus einigen dieser Körper,besonders aus dem Schwefel, zum Verkauf herausge«zogen wird. Niemanden ist unbekannt, daß der Alaunaus eben dieser vitrioiifchen Saure bestehe, welche mitweißer Thonerde vermischt ist, die, nach einiger Mey.nung, das Residuum verbrannter Psianzen seyn soll.Sie gründen sich darauf, daß Italien, wo man denmeisten Alaun findet, ein Land voll von Vulkanen ist,welches seine calcinirten Steine, Schwefel, Bimstein,Lava, und andre Materien anzeigen. Sie schreibenalso die Entstehung des Alauns, so wie die des Sal-miaks , dem Feuer zu. Ohne diese Meynung anzu-nehmen oder zu verwerfen, will ich nur sagen, daß derAlaun zu Alcanniz in einem niedrigen, schwammigcenund schwarzen Boden gefunden werde.
Die Thonerde, aus welcher der Alaun besteht, istnur schwach mit der vitriolischen Saure vereinigt, denndas feste oder flüssige Weinsteinsalz, das gemeine Salz,der Salmiak, das Soersalz, die Kalkerde, u. s. w.trennen, wenn sie im Wasser mit Alaun aufgelöset wer.den, den Thon von der vitriolischen Saure, und neh.men seine Stelle ein, indem sie neue krystallhaftere,weißere, härtere und trocknere Salze, als der Alaunselbst ist, hervorbringen: aber die Erfahrung lehret, daßalle diese Salze zum Färben nichts taugen, weil derThon allein die Kraft hat, die farbegebenden Theilchenzu fixiren, und den Farben den dem Auge so gefallen,den Glanz zu geben. Wenn man ihn mit einer oder an-derer obiger Materien vermischt, so wird das Wasser,trübe, der Thon sinkt zu Grunde, und wird sichtbar,da hingegen die andre fremde Erde seinen Platz ein-nimmt; je reiner solchemnach der Alaun ist, je weni-ger er von fremden Theilen enthält, desto besser dienter zum Färben, und desto fester und glänzender werdendie Farben.
Der