den. Ueberdas Dessen sie im Frühling und Sommerdas Kraut von der Gerste, die in den «abgelegnen Fel-dern ausdrücklich für sie gesaet wird. Dieses Krautkömmt in solchem Ueberfluß hervor, und ist so dick,daß kein Fremder sich davon eine Vorstellung machenkann. Wenn im Herbst und Winter wenig Gras aufdem Felde ist, so nähren sich die Ziegen von den Blät-tern , welche die Kräuterweiber auf dem Markt weg-werfen. Man weiß, daß die Hirten ihnen beyNacht soviel Salz geben, als sie fressen wollen, um sie zu reizen,viel zu trinken, damit sie desto mehr Milch geben, da-Her ist diese des Abends besser als des Morgens.
Ich schließe mit einer Anmerkung, die die Na-turgeschichte bereichern kann. Der Bau des Augapfelsist bey diesen Ziegen ganz besonders. Er giebt ihnenein Ansehen der Verschlagenheit, die sie nicht besitzen,eine beherzte Mine, der ihre Schüchternheit wider-spricht, einen Blick, der vielen Instinct zu erkennengiebt, da es doch die dümmsten Thiere sind. Mit ei-nem Wort, ihre Physiognomie scheintMuth und Stärkezu versprechen, und sie sehen ihre Jungen schlachten,ohne die geringsten Zeichen des Schmerzes oder der Em-pfindung zu äußern.
Acht und zwanzigster Brief.
Von dem Goldbergwerke zu Mezquital in Me«pico, und dem Silber, welches darum ent-halten ist.
man allen Kisten, welche mit Proben von Mi-neralien aus Indien kommen, eine Nachrichtvon der Lage, dem Zustand und den Umständen einerjeden Mine beyfügt, so fand ich aus den Papieren der
T z Mine