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auf pflanzt man die Däumchen drittehalb Fuß von ekn-ander, denn näher zusammen würden sie keine Luft ha»ben, weniger wachsen und schwach werden. Bey derPflanzung, werden die Wurzeln drey Finger breit vondem Halse, der Hauptstamm drey bis vier Finger breitaus der Erde und alle Nebenzweige abgeschnitten. Ei-nige pflanzen wechselöweise in den Baumgärten eine Ei-che und eine Kastanie; und die Erfahrung lehrt, daßdie Bäume davon bester fortkommen. Wenn dieBäum? gepflanzt sind, so wird der Boden von Zeit zuZeit aufgelockert, und das Unkraut auögegätet. Imzweien Jahr, ehe der Saft sich regt, schneidet manalle Bäumchen mit einem sehr scharfen Gartenmesserzwey Finger breit von der Erde ab; man muß dahinsehen, daß der Schnitt gleich sey, und ein wenig schiefgehe. Diese Behandlung giebt den Wurzeln Kraft, indie Erde zu dringen, und setzt den Stamm in denStand, desto stärker in Zweige zu schießen. ImMay werden alle Schößlinge außer zweyen weggenom-men, und im August, wenn die holzigten Fibern starkzu werden anfangen, laßt man nur einen, Diese Auf-merksamkeit, nebst der Sorgfalt, die man anwendenmuß, alle Jahre die kleinen Zweige, welches die nie-drigsten sind, abzuschneiden, giebt gerade und geschlos-jene Bäume wie eine Binse. Wenn man gar zu vieleZweige wegnimmt, so schadet man ihnen, weil sie nichtso dick als hoch werden,
Nach acht oder zehn Jahren haben die Bäumeschon einen Fuß im Umfange, und dann werden sieauSgehoben, um eine offne Holzung daraus zu machen»Sie werden in gerader Linie fünf und dreyßig bis vier.zig Fuß von einander gepflanzt. Da sie schon stark ge,nug sind (denn wenn sie es nicht wären, so würden sievon den Thieren beschädigt werden), und eine guteHöhe haben, so köpft man sie, damit sie besser zuneh.men« Dieses Verfahren würde schlecht seyn, wenn