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Ebne, oder eigentlich eine fürchterliche und «bscheuli-che Ravine, an dem Fuß des berühmten Berges, aufwelchem das Kloster la pena de Francia steht. Diejage dieses Ortes stößt Traurigkeit und Schwermuthein: er ist von schroffen Bergen eingeschlossen, wo kaumein Baum zu sehen, oder die geringste Spur von Be«Pflanzung ist; da hingegen unzahliche Abgründe, diehin und wieder mit abgerissenen Felsenstücken auögefül-let sind, den grauerigsten Schauplatz» den man sichgedenken kann, vorstellen. So sieht Baruecas aus;gräßlich von Natur, noch gräßlicher durch Unwissen-heit und Thorheit. Die Reiseroute von plasencianach dem Kloster Baruecas ist folgende: von pla-sencia nachAiaal vier Meilen; nachlNohedas eine;nachtLasar depalomero eine; nach Lambroncinozwey; nach Vegas deEoria zwey; nach las Me-ftas eine; und nach dem Kloster Baruecas eine halbe;in allem eilf und eine halbe Meile.
Zwischen I plasencia und Aiaal sind die DörferGlivia und Gijo de Granadilka zur Reckten, undSancibanez el Baxo zur Linken, mit Wäldem vonEichen und Pantoffelholzbäumen. Man setzt über denFluß Ambroz oder de (Laparra, und kömmt durchden Paß puerro del Gamo, ehe man Lasar depalomero erreicht. Hier betritt man den traurigenDistrict von Jurdes, welcher ein Theil von dem ist,was gemeiniglich Baruecas genennet wird: aber manfrage irgendwo in diesem elenden Lande, wo Jurdesist, so wird einer sagen, ein wenig weiter vorwärts,und reiset man fort, und fragt abermals, so antwortet«in anderer: eine kleine Strecke hinterwärts; denn nie-mand will es gestehen, daß er ein Einwohner des un-glücklichen Landes Iurdes ist.
Das Thal Baruecas wurde von denen thörichterWeise als ein unbekannter Welttheil angesehen, wel-
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