84
Marie Herbert, wegen ihres hohen Alters und ande-rer"Ursachcn, nicht im Stande war, ihrem Contractein Gnüge zu leisten, so war er bereit, dem Grafenvon Clonard die Minen aus gleiche Bedingungen zubewilligen; folglich wurde 1767 den 27 November einDecret zu seinein Besten ausgefertigt, worinn ihm dieköniglichen Bergwerke von Guadalcanal, Eazallaund Galarosa auf dreyßig Jahre verliehen, und dervormalige, Lady Marie Herbert ertheilte Freybrief,nebst allem ihrem Eigenthum an denselben, für null undnichtig erklärt wurde. Kraft dieses Patentö errichteteder Graf von Llonard 1768 eine neue Gesellschaft zuParis, und im August wurden die Arbeiten angefan-gen. Hndraulische Maschinen wurden angelegt, undLas Wasser aus den Schachten mit vieler Schnelligkeitgefördert; aber der verfallene Zustand der Stollen erfo-derte, daß sie von neueni ausgezimmert wurden. Diesesverursachte große Zögerungen, dergestalt, daß die AuS-trocknung der Mine erst im Julius 1774 zu Standekam. Hierauf wurde die unglückliche Entdeckung ge-macht, daß nie eine Ader oder ein Anschein derselbenin der zehnten Stolle gewesen war, und daß bey jenerGeschichte ein Betrug vorgegangen, um zu Ersetzungdes gehabten Verlustes neue Unterzeichner anzulocken.Dieß war eine theuer erkaufte Erfahrung für die Fran-zosen, welche ansehnliche Gebäude errichtet hatten; be-sonders hatten sie zu Cazalla große Oefen erbauet, undeine Maschine, anderthalb Meilen davon, an dem klei-nen Fluß Guesira angelegt, das geringhaltige Erz zumahlen. Doch ist kein Zweifel, daß die vorigen Unter-nehmer große Quantitäten eines sehr reichhaltigen Erzesgewonnen, wie dieses aus dem,waS von der Erdfläche biszu der vierten Stolle gebrochen worden, augenscheinlichzu ersehen ist; gegen die achte vermindert es sich, unddie ganze Tiefe ist 1220 castilianische Fuß. Die vor-
nehm-