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nehmsten Bergleute sind der Meynung, daß die Altenbis zu der vierten Stolle großen Succeß gehabt haben,daß sich aber dort der Gang verschoben, und mehr süd-lich gegangen, und sie durch einen Arm der Haupkaderhintergangen worden, welche sie bis zu der achten Stollegesühret, wo sie aufgehört habe; daß sie von dannenmit großen Kosten fortgefahren, die Ader wieder auf-zusuchen, bis zu der zehnten Stolle, aber ohne Succeß;und sie dann aufgegeben hatten.
Die gegenwärtigen Unternehmer entdeckten in derachten Stolle ein sehr reiches Erz, welches im Ansangsehr weit zu streichen schien; aber sie wurden bald ge-täuscht, und brachen nur 400 Pfund Erz, obgleich soreich, daß einige Stücke 70 bis 80 pro Cent lieferten,und im Durchschnitt auf pro Cent geschätzt wurden,wovon sie dem Hofe im November 1775 Proben sand-ten, welche in dem königlichen Naturaliencabinct zusehen sind; besonders ein sehr seltenes Stück, welcheswie eine Inkrustation von Rubinen aussieht, und vonden Mineralogisten, wegen seines rosenfarbigten Anse-hens , Rosicler genannt wird.
Die gegenwärtigen Arbeiter haben die alten Werkevon pozorico verlassen, ihre Maschinen weggenom-men, die Einfahrten zuzuwerfen verstattet, und sich nachNorden gewendet, weil die Ader von Norden nach Sü-den strich, und in einer vor zwey Jahren in diesemTheil des Berges gemachten Stolle schmeichelt ihnender Anschein mit einem guten Succeß, wenn sie zueiner Stelle kommen, wo sich verschiedene Adern ver-einigen.
Ihre Werke zu Eazalla, wo sie reichhaltiges Erz,obgleich nur in Kleinigkeiten, gebrochen haben, weichenvon den vorigen Einrichtungen ab, und sind nach einemneuen Plan, nach dem Vorschlag des Herrn Duhcrrmel, eines französischen Ingenieurs, angelegt, der ihnen
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