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Siel-ra Morena, an dem engen Paß von N7c>nre-Itl, von wannen man die schönen Ebnen von AndasIrrsten entdeckt. An dem äußersten Ende dieser Berg.kette findet man eine Menge alter Schlacken, davor»ich ein Pfund zur Probe mitnahm, weil sie fest undschwer waren; der Versuch aber zeigte mir, daß sie keinErz enthielten.
Wenn man den Morikcgil herunterkömmt, undbey Cantillana den Guadalquivir passirt, so ver.ändert sich das Ansehen des Landes. Man sieht keineTerpentinstauden, keine Ciströslein, keine von den an.dern Stauden mehr, deren ich vorhin gedacht habe»Da diese Pflanzen nur auf Bergen oder in hohen Ge»genden wachsen, und man sie von Almaden bis hieherantrifft, so ist es augenscheinlich, daß dieser ganzeTheil voir Spanien einerley Boden hat. Wenn manvon den Pyrenäen gegen Mittag geht, so trifft manhäufige Bergketten an; aber geht man gegen Mitter.nacht nach Frankreich, so ist es gerade das Gegentheil,und in dem Innern dieses Landes giebt es keine wirkli.chen Berge. Der ganze Boden besteht aus SchichtenErde, die über einander liegen.
In fünf Stunden kamen wir über die Ebne, dienach Sevilien führet. Ein armseliger Boden ohneSteine, der mit niedrigen Palmen, von den Spaniernpalmerro oder palmiro genannt (cfigmoeropz Iiu-milis bedeckt ist, woraus in ganz Spanien
Besen gemacht werden *). Auch wachsen hier zwey
Arten
") Ein sehr genauer neuerer Schriftsteller, der uns von denTheilen Spaniens, die er besehen, eine umständliche Nach»richt gegeben bat, beschreibt den Palmetto ausführlich,und ich hoffe, durch folgenden Ausjug aus seinem unter,haltenden interessanten Werke dem Leser nicht zu Missal»len. Obgleich Lampinna von Marvella gegen die Abend-seite des Flusses Verve unfruchtbar ist, so bringt eS doch
eine