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Erde Wasser sey, und man findet «s auch wirklich zuGocnellancrs, welches zwey Meilen weiter ist, aufzwey oder drey Fuß tief: aber zu Tomilloso, das vierMeilen von bannen liegt, sind weder Binsen noch Was-ser, und die Brunnen über hundert Fuß tief. Merk-würdig ist, daß dieselben unerschöpflich sind, ungeach-tet sie nicht über fünf bis sechs Fuß Wasser enthalten.Von Tomilloso kam ich in einer Stunde nach Lugaenuevo, an dem Ufer des berühmten Flusses Gua«diana, und drey Meilen von seinem Ursprung.
Ich besah die Quelle. Ich bemerkte verschieden^Seen, welche Gemeinschaft mit einander haben, unl»aus immerwährenden Quellen entstehen, deren Wassereinen Fluß formiren, welcher nach einem Lauf von vierMeilen in den Wiesen bey Alcazar de Gan Juarrverschwindet. Im Sommer hat dieser Fluß wenigWasser, aber wenn man ihn im Winter passten will,so muß man die Brücke von Villarta suchen. EinigLMeilen von dem Ort, wo er verschwunden ist, kömmt«r in andern Seen wieder hervor, die den NamenGjos de Guadiana (Augen der Guadiana) führen.Hieraus ist die sprüchwörtliche Redensart von einerBrücke entstanden, auf welcher beständig viele HeerdenVieh weiden; die der Pöbel wörtlich angenommen hat.
Um sich von diesem Phänomen einen Begriff z»tmachen, muß man annehmen, daß der Boden ganzaus Felsen und Haufen talkartiger Steine besteht, dieauf eine große Tiefe gehalten und zerbrochen, und mitkeiner schweren Erde vermischt sind, welche den Druckdes Wassers aufhalten kann, und daß der Fluß daherzu Lugar nuevo weniger Wasser als eine Meile vonder Quelle hat. Nach starkem Regen sinkt er so vieltiefer, und füllet alle Keller im Dorfe an, ohne daßman Löcher wahrnimmtwo das Wasser durchdringen
könnte.